Er sprach damit den Wechsel des Brasilianers Ronaldo an, der 2002 für 45 Millionen Euro von Inter Mailand zu Real transferiert worden war. Real hatte jüngst ein Angebot von 80 Millionen Pfund, umgerechnet 94 Millionen Euro, an Manchester United für Cristiano Ronaldo unterbreitet. Der englische Meister akzeptierte das Angebot, derzeit laufen die Vertragsverhandlungen zwischen dem Weltfußballer und den Königlichen. "Wir sind in einer Wirtschaftskrise, aber Fußball ist weiter ein fantastisches Produkt. Ein Produkt, das den Leuten gibt, was sie wollen: Emotionen. Die Leute wollen Stars", sagte Blatter und fügte ein Beispiel an: "Vor zehn Jahren ist ein Picasso für über 100 Millionen bei Sothebys in London verkauft worden. Und was ist mit dem Bild passiert? Sie haben es irgendwo versteckt. Keiner kann es sehen. Ein Fußballer ist ein-, zweimal die Woche zu sehen. Man kann sagen, die Summe für Ronaldo ist zu hoch. Man muss aber auch den Wert des Fußballs in unserer Gesellschaft beachten."
Der Boss des Weltverbandes FIFA nahm damit eine Gegenposition zu Michel Platini ein. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hatte den bevorstehenden Deal als "exzessiv" bezeichnet. Dies sei eine ernsthafte Bedrohung für das Fair Play und das Konzept der Chancengleichheit in den europäischen Klubwettbewerben, sagte Platini.
