Vor 9000 Zuschauern hatten die Schützlinge von Bundestrainer Heiner Brand, für die die beiden ausstehenden Qualifikationsspiele am kommenden Mittwoch in Stuttgart gegen Weißrussland und drei Tage später in Rishon Le Zion gegen Israel nun nur noch statistischen Wert aufweisen, ihren besten Werfer in Stefan Schröder.
Der Hamburger erzielte vor heimischem Publikum elf Treffer. "Die Erleichterung ist sehr groß. Wir wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war schon sensationell. Das habe ich so nicht erwartet", sagte Brand. Auch ohne die verletzten Rückraumstars Pascal Hens und Holger Glandorf sowie Christian Schöne, der nach seiner 15-Tore-Gala beim 54:29-Sieg am vergangenen Mittwoch in Bulgarien aus Studiengründen in die USA gereist war, lieferte die deutsche Mannschaft vor allem im ersten Spielabschnitt eine starke Leistung ab.
Schon vor der Pause setzte sich der Weltmeister von 2007 mit bis zu zehn Treffern Vorsprung ab. Nach dem Seitenwechsel gab Brand dann auch Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance. Am Spielverlauf und dem dominanten Auftritt seiner Mannschaft ändert jedoch auch dies wenig. Kapitän Michael Kraus zeigte trotz seiner Entzündung im Kniegelenk eine gute Leistung, auch Michael Müller wusste im Rückraum zu gefallen.
Die Frauen des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mussten gegen Serbien derweil ebenfalls nie um die angestrebte WM-Teilnahme bangen - zumal schon das Hinspiel sechs Tage zuvor in Zajecar mit 29:24 gewonnen worden war. Dennoch begann das DHB-Team nervös und fing sich erst mit zunehmender Spielzeit. Während bsonders die Defensive um die Torhüterinnen Clara Woltering und Katja Schülke glänzte, ließ die Chancenverwertung im Angriff allerdings über weite Strecken zu wünschen übrig.
Rekord-Nationalspielerin Grit Jurack gelangen als beste Werferin dennoch sieben Tore. "Ich bin sehr glücklich, dass wir die WM-Teilnahme geschafft haben. Darauf lässt sich aufbauen", sagte Bundestrainer Rainer Osmann: "Unser großes Plus war, dass wir in der Defensive sehr kompakt gestanden haben. Insgesamt ist es verdient, dass wir uns durchgesetzt haben."
