Diskussion statt Konfrontation ist die Devise. Veranstalter ist die "Daniel-Nivel-Stiftung". Geleitet wird der Workshop, der in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Weltverband FIFA stattfindet, von dem Soziologen und Fanforscher Professor Gunter A. Pilz.
Bei dieser Veranstaltung sollen gemeinsam Wege gefunden werden, um die Distanz zwischen Fans und Polizei zu verringern. "Diese Distanz führt zu wechselseitigen Feindbildern, die wiederum in Konfliktsituationen eskalierend wirken und die Präsenz der Polizei im Fanbereich emotional und affektiv belastend werden lässt", heißt es im Grundlagenpapier für den Workshop, den der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn am Freitagmittag eröffnet. Die Zukunftswerkstatt endet am Sonntag mit einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Der französische Gendarm Daniel Nivel wurde während der WM-Endrunde in Frankreich am 21. Juni 1998 in Lens von einer Gruppe betrunkener Hooligans aus Deutschland lebensgefährlich verletzt. Der damals 43-jährige Nivel lag sechs Wochen im Koma und leidet bis heute unter den Folgen der feigen Attacke.
Die Daniel-Nivel-Stiftung wurde im Oktober 2000 in Kooperation mit DFB und FIFA gegründet und verfolgt folgende Ziele: Ergründung von Gewalt im Umfeld des Fußballs, Verhinderung von Gewalt durch präventive Maßnahmen und Hilfe für Opfer.
