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Fortuna Köln: Das Projekt deinfussballclub.de stellt Mathiak zufrieden
550 Euro für einen Sieg

Das Projekt deinfussballclub.de ist in Köln voll eingeschlagen. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 10.500 Mitglieder an der Fortuna. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen, denn täglich kommen neue Manager dazu. RS sprach mit DFC-Sprecher Burkhard Mathiak über die ersten Erfahrungen des Konzeptes sowie die Zukunftsausrichtung des Vereins.

Herr Mathiak, am Ende der abgelaufenen Saison steht für die Fortuna Platz neun. Kann man mit diesem Ergebnis zufrieden sein?

Ja. Wenn man sieht, dass wir ein Aufsteiger waren, ist es ein guter Rang. Das heißt aber nicht, dass wir uns damit zufrieden geben. Die NRW-Liga soll schließlich nicht das Ende der Fahnenstange sein, sondern wir wollen in den bezahlten Fußball zurück. Aber wir werden es mit unternehmerischen Vorsätzen angehen.

Was bedeutet das genau?

Wir geben nur das Geld aus, das wir haben. Jeder Spieler bekommt bei uns pünktlich sein Geld. Bei uns muss niemand Angst haben. Außerdem werden wir uns mehr dem Thema Scouting widmen. Das wird bei uns aber nicht über hochbezahlte Leute gemacht, sondern über unsere Mitglieder. Uns werden Spieler vorgeschlagen, die wir dann auch zum Probetraining einladen. Bislang ist daraus zwar noch keine Verpflichtung entstanden, aber wer weiß, was noch geschehen wird.

Das ist der richtige Weg?

Ja. Fußballfans können einen Verein vernünftig führen. Das haben wir bisher eindrucksvoll bewiesen, denn alle Entscheidung, die getroffen worden sind, haben Sinn gemacht. Beispielsweise haben die Mitglieder auf die Bewerbung für die Regionalliga verzichtet. Dadurch ist viel Kohle gespart worden.
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b]Und welche Abstimmungen laufen aktuell?[/b]

Beispielsweise die Sponsorensuche. Jeder kann einen Geldgeber finden und sich bei einem erfolgreichen Abschluss eine Provision einstecken. Aber wir sind auch gerade dabei, die Spielerverträge abzustimmen. Dabei hat der ein oder andere Akteur zwar Sorgen, muss aber damit leben.

Warum Sorgen?

Wir haben bei den Verträgen einen sportlich ambitionierten Anreiz mit einer hohen Punkt- und Auflaufprämie. Aber die Spieler wollen lieber mehr Sicherheit haben und deshalb wird es nicht so gut angenommen. Da bin ich auch überrascht, denn bei 150 Euro Punkt- und 100 Euro Auflauf-Prämie kann man bei einem Sieg 550 Euro brutto verdienen. Und das ist eine Menge Geld.

Und was geschieht jetzt?

In der kommenden Serie wird es noch keine Änderung geben. Aber wir werden das Konzept in der nächsten Saison vielleicht noch einmal ändern. Unsere Manager müssen es auf jeden Fall überdenken. Und ich bin mir sicher, dass die Mitglieder wieder einmal die richtige Entscheidung treffen werden.
Warum?
Wenn man ihnen erklärt, warum unser Trainer Matthias Mink diesen oder jenen Spieler benötigt, verstehen es die Anhänger auch. Ihnen geht es um die Transparenz und nicht darum, etwas zu zerstören. Deshalb sind wir immer bemüht, alle Vor- und Nachteile aufzuschlüsseln. Und das werden wir auch bei der leistungsbezogenen Bezahlung machen. Und die Beteiligung liegt immer zwischen 75 und 94 Prozent. Es ist also rundum erfolgreich und das obwohl wir mehr Mitglieder als der VfL Bochum haben.

Mehr als 10.000 Menschen machen online mit, aber im Südstadion sind immer nur rund 1.000 Fans. Sind Sie mit diesen Zahlen zufrieden?

Nein, den Schnitt müssen wir unbedingt ausbauen. Es herrscht zwar eine tolle Stimmung, aber wenn jeden zweiten Samstag 50.000 Anhänger zum FC gehen, können wir auch 2.500 Besucher zu uns holen. Das wäre fantastisch und ist unser Ziel. Und wie sich die Leute bereits mit der Mannschaft identifizieren, zeigt sich an einem einfachen Beispiel: Als feststand, dass wir Tomas Tomanek aus Troisdorf und Abdelkader Maouel aus Junkersdorf verpflichten, sind unsere Fans zu deren Spielen gefahren und haben sie unterstützt. Und diese Gemeinschaft ist einzigartig.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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