Sie geht auch in der neuen Spielzeit weiter. Denn noch immer wartet das „Kleeblatt-Urgestein“ auf die erste Bude in Liga zwei. 24 Mal hat er Anlauf genommen, bisher ohne Glück. Zuvor klappte es auch in 51 Regionalliga-Einsätzen (Abstiegs- und Aufstiegsjahr) nicht, der letzte Treffer gelang ihm in der Oberliga-Spielzeit 07/08. Was überrascht, denn zuletzt wurde der 24-Jährige zumeist auf den offensiveren Positionen hinter der Spitze eingesetzt. Wobei man sagen muss, dass er selten von Anfang an ran durfte, nur zwei Matches bestritt er über die volle Distanz.
Trotzdem wurmt die Abschlussschwäche, auch wenn Landers mittlerweile über die vergebenen Großchancen gegen FSV Frankfurt oder den MSV Duisburg lachen kann. Gegen den MSV gab es drei Eins-gegen-Eins-Duelle mit Patrick Klandt, gegen Duisburg hatte er in der 89. Minute alleine vor Duisburgs Tom Starke die große Möglichkeit, mit seinem Tor den Klassenerhalt einzuleiten. Landers: „Ich hatte einige Treffer auf dem Fuß, die ich machen musste. Da werde ich hart dran arbeiten, denn solche Chancen müssen sitzen. Das ist sehr ärgerlich. Ich arbeite mir die Möglichkeiten raus und vergebe sie am Ende.“

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Mit einem Schmunzeln fügt er an: „Gegen Frankfurt war schon der Pfosten dabei, da habe ich wenigstens das Tor getroffen.“ Sein Coach Jürgen Luginger hat ihm gegenüber bereits angekündigt, ihn im Training immer wieder solche Situationen üben zu lassen, so lange, bis es klappt. Denn Landers ist mit seiner Schnelligkeit bei der meist angewandten Kontertaktik eine Waffe, „nur muss ich die auch nutzen“, gibt der Rechtsfuß selbstkritisch zu.
Was vielleicht eher klappt, wenn er mehr Einsatzzeiten aufweisen könnte. Die Chance dazu besteht sicher, denn er kann auf den offensiven Positionen auflaufen, aber natürlich auch auf der rechten Seite. Dort ist mit Kim Falkengberg ein starker Konkurrent nicht mehr bei RWO, dafür steht mit Oliver Petersch das nächste Bayer-Talent aus der Regionalliga-Reserve als Konkurrent parat, aber Landers weiß: „Ich kenne den Jungen noch nicht. Aber er muss sich erst einmal zwei Klassen höher zu Recht finden."
Ob das klappt, wird man ab kommenden Donnerstag sehen, wenn Oberhausen in die Vorbereitung startet. Mit einem Landers, der es kaum erwarten kann. „Ich spüre das Kribbeln und habe Bock zu trainieren. Meinen Teilanriss des Syndesmosebandes im Fuß habe ich auskuriert. Ich kann voll angreifen. Zudem will ich alle Jungs wieder sehen, auch wenn es einige Abgänger bei uns gibt.“
Wie Tim Reichert oder Musa Celik, echte Oberhausener Typen, die man ersetzen muss. Landers: „Das ist schlimm, mit denen bin ich noch durch die Reserve bei RWO gegangen. Das sind herbe Verluste, aber so ist der Fußball. Man kann die Jungs verstehen, sie wollen eben spielen.“
Genau wie Landers, der mit einem Schuss Extra-Motivation in die Vorbereitung starten wird. Denn der seit einem Jahr verheiratete Mittelfeld-Mann erwartet Nachwuchs. Stolz berichtet er: „Meine Frau ist im vierten Monat schwanger, deshalb konnten wir auch nicht in den Urlaub fliegen und haben uns in Holland erholt. Wir wissen aber noch nicht, was es wird. Trotzdem sind wir schon einige Namen durchgegangen.“
Die aber geheim bleiben, anders als die Namen der Konkurrenz in Liga zwei. Und da haben es Landers speziell zwei Aufsteiger angetan. „Ich freue mich auf die Spiele gegen Union Berlin und Düsseldorf. In Berlin sind wir damals aufgestiegen und in Düsseldorf macht es auch richtig Spaß aufzulaufen.“ Aber der bis 2011 gebundene Kicker warnt: „Die Saison wird schwieriger, man unterschätzt uns nicht mehr. Aber wir haben dazu gelernt und werden gut verstärkt. Daher wird uns so ein verpatzter Auftakt wie vor einem Jahr auch nicht mehr passieren.“

