Es wurden Hoffnungen geweckt, dass die „Arena“ etwas aufgefrischt wird und vor allem die Trainingsbedingungen aufgewertet werden. Jetzt gibt es durch eine Änderung des Grundgesetzes neue Hoffnungen. Denn: Gelder aus dem Konjunkturpaket können auch für Sportanlagen verwendet werden.
Wenn das im Rahmen des Projekts „Emschererlebnis Oberhausen“ geschieht, könnte in der Folge auch Platz frei werden für das geplante Fußball-Leistungszentrum rund um das dann eventuell renovierte Stadion Niederrhein. Oberhausens Sportvorstand Thomas Dietz hat sich diesem Thema mit angenommen. Er betont: „Dieses Urteil ist zu begrüßen. Vor allem für die Gesamtvorhaben der Stadt. Damit natürlich auch für die anderen Vereine.“ Wobei Dietz natürlich auch auf Unterstützung für RWO hofft. „Bis jetzt haben wir nichts gehört, mit uns wurde noch nicht gesprochen. Aber klar ist auch, bevor Entschedungen anstehen, müssen erst noch einige Hausaufgaben gemacht werden.

Denn als Basisarbeiten müssen noch Grundstücksfragen geklärt werden, zudem ist man dran, die Gesamtkosten für das „RWO-Projekt“ zu modifizieren. „Vielleicht haben wir das in acht Wochen fertig“, erklärt Dietz, „dann stünde als nächstes die Finanzierung auf dem Programm. Ich bin auf jeden Fall weiter sehr postiv gestimmt. Denn wenn wir das jetzt nicht hinbekommen, wird es wohl nie mehr klappen.“
Was einer Katastrophe beim Unterfangen, etwas mehr Chancengleichheit zu bekommen gleichkäme. Das Thema Stadion wird also weiter fleißig im Hintergrund beackert.
Das gilt natürlich auch für das Thema Neuzugänge. Hier ist RWO weiter auf der Suche nach zwei externen Zugängen, die den Kader komplettieren sollen. Und bis zum Trainingsauftakt am kommenden Donnerstag wird eine Personalie vermutlich abgearbeitet sein. Und zwar die des Angreifers. Der soll als Ersatz für Christpher Nöthe her, da mit Felix Luz oder Ronny König schon zwei „Brecher“ vorhanden sind.
Dietz: „Wir sind an einem Stürmer dran, den wir schon länger auf der Liste haben und der sicher zu uns passt. Ich denke, das wird bis zum Anfang der Woche klappen. Die Eckdaten haben wir festgelegt, ich warte nur noch auf das abschließende Fax.“
Womit also nur noch eine Planstelle auf der linken offensiven Seite zu besetzen ist. Hier wird aber bis zum Auftakt kein Vollzug gemeldet werden können. Denn das Interesse an Samir El Gaaouri von VVV Venlo ist merklich erkaltet. Dietz: „Für mich ist das Thema erledigt. Er hat zwar eine tolle Saison hinter sich, aber das rechtfertigt nicht die aufgerufenen Zahlen, die sind für mich zu hoch.“
Damit hat man wie im letzten Jahr die Baustelle des linken Offensiv-Kickers bis zum Ende offen. Es scheint eine schwer zu besetzende Position zu sein. Im Vorjahr war man an Daniel Brückner dran, holte sich dann eine Absage ein und verpflichtete am Ende Ferhat Kiskanc. Eine Beziehung, die unter keinem sehr glücklichen Stern stand. Daher will man diesmal noch genauer hinsehen.
Die nächste Möglichkeit dazu besteht am Samstag. Dann sollen - so ist es bisher besprochen - zwei Akteure für die eine zu vergebende Stelle vorspielen. Ein Rumäne und ein Belgier haben sich angesagt. Sollte der richtige Mann dabei sein, kann Dietz bald auch mal ein paar Tage die Beine hochlegen. „Ich brauche auch Urlaub“, stöhnt der Familienvater, „vielleicht klappt es im September.“

