Mit seinem insgesamt sechsten Sieg in Wimbledon würde Federer auf 11.220 Punkte kommen und im Ranking dann 485 Zähler vor seinem Rivalen liegen (10.735). Nadal, der am Freitag wegen anhaltender Knieprobleme seinen Verzicht auf Wimbledon erklärt hatte, gehen die 2000 Punkte von seinem Vorjahreserfolg komplett verloren.
Sollte dem aktuellen Weltranglistendritten Andy Murray der erste britische Sieg seit Fred Perry 1936 gelingen, würde er Nadal zwar nicht vom ersten Platz verdrängen können, aber als neuer Zweiter mit 10.730 Punkten bis auf fünf Zähler an ihn heranrücken.
Federer zeigte sich nach der Absage seines Konkurrenten enttäuscht. "Ich hätte gerne gegen Rafa gespielt, da er mein größter Widersacher ist. In den vergangenen Jahren haben wir mehrere großartige Finals gegeneinander bestritten, insbesondere im letzten Jahr. Es tut mir leid für ihn, der Entscheid dürfte ihm schwer gefallen sein," sagte der French-Open-Sieger im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.
Nadal hatte im vergangenen Jahr in einem dramatischen Finale gegen Federer erstmals in Wimbledon gewonnen und den Schweizer am 18. August schließlich nach 237 Wochen auch an der Weltranglistenspitze abgelöst.
"Wenn ich die Nummer eins verliere, werde ich es genauso akzeptieren, wie ich es zuvor vier Jahre akzeptiert habe, die Nummer zwei zu sein", sagte Nadal nun bei seiner Absage für das bedeutendste Tennisturnier der Welt.
