Nach turbulenten Wochen versucht Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld, endlich wieder in ruhiges Fahrwasser zu kommen. Bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend (19.00 Uhr, Stadthalle) wird es einen kompletten Umbruch geben. Nach dem geschlossenen Rücktritt des Vorstandes steht ein Zweikampf um das Amt des Präsidenten und die Nachfolge von Hans-Hermann Schwick an.
Kandidaten sind Klaus Daudel, der derzeit im Aufsichtsrat der Ostwestfalen sitzt und sich öffentlich mit dem Trainerkandidaten Matthäus anlegte, sowie der Unternehmensberater Dirk Obermann, Favorit der "Kritischen Arminen". Diese einflussreiche Interessengemeinschaft hatte massive Kritik an den Führungskräften geübt und fordert einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit, unter anderem die Ablösung des Finanz-Geschäftsführers Roland Kentsch.
Sommertheater um Eichberg, noch kein Trainer da
Kentschs Rücktritt ist für potenzielle Sponsoren um August Oetker, Gerry Weber und Dirk Hindrichs (Schüco) die Voraussetzung, um die Arminia in großem Rahmen zu unterstützen. Kolportiert wurde zuletzt eine nicht bestätigte Gesamtsumme zwischen 10 und 15 Millionen Euro. Ein Einstieg des ehemaligen Schalke-Präsidenten Günter Eichberg entpuppte sich dagegen als Sommertheater.
Hoch hergehen wird es am Montag allemal. Die Arminia-Mitglieder werden nach dem siebten Bundesliga-Abstieg mit der Führung abrechnen, der Trainerposten ist als einziger im deutschen Profifußball noch unbesetzt. Top-Kandidat Mirko Slomka will jedoch nur kommen, wenn "das Ziel der direkte Wiederaufstieg ist". Ob das aber realistisch ist, hängt vom Ausgang der Versammlung ab. Der Trainingsauftakt wurde mangels Übungsleiter bereits von Montag auf Donnerstag verschoben.


















