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Michael Lorenz will Rot-Weiss nicht kampflos aufgeben
"Das ist ein wunder Punkt"

Thomas Strunz bekommt in diesen Tagen das Manko des zuletzt inflationär bemühten „Modell Magath“ hautnah zu spüren.

Auch wenn sich der Teammanager übers Wochenende ein paar Tage Auszeit nahm - von Urlaub kann keine Rede sein. Vielmehr stehen schon die nächsten Transfers vor der Tür, auch ein Innenverteidiger wartet nur noch darauf, seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag zu setzen. Keine guten Nachrichten für Michael Lorenz - wie so häufig in letzter Zeit. Die letzten Monate, eigentlich die komplette letzte Saison war für den 30-Jährigen wohl die schwerste Zeit an der Hafenstraße, die auch noch denkbar unglücklich endete. Thomas Strunz plant nicht mehr mit dem Berliner, genauso wie mit seinem Bruder Stefan, dessen Vertrag ausläuft - das Ende des Kapitels Lorenz.

Eine Entwicklung, die ihn - da macht der ältere Lorenz keinen Hehl draus - getroffen hat. „Das ist ein wunder Punkt, vor allem die Art und Weise war bitter. Wir wurden als einzige an den Pranger gestellt und für alles verantwortlich gemacht. Das ist natürlich eine unglückliche Situation, doch damit muss ich sowieso alleine klarkommen.“ Dem Berliner ist die Hafenstraße ans Herz gewachsen - und das Publikum hat das Brüderpaar in selbiges geschlossen: Stefan Lorenz wurde bei seiner letzten Partie mit Standing Ovations verabschiedet. „Da musste ich schon eine Träne verdrücken“, gesteht der große Bruder.

Stefan Lorenz (Foto: firo).

Doch auch wenn er selbst eigentlich geplant hatte, dem Verein treu zu bleiben, vielleicht sogar bis zum Karriereende, sollte die Ära Lorenz an der Hafenstraße eigentlich komplett Geschichte sein - eigentlich. Denn dass Lorenz den Verein verlässt, ist längst nicht klar. „Ich habe keine anderen Angebote auf dem Tisch“, versichert der Verteidiger. Dafür aber einen rot-weissen Trainingsplan. „Ich werde am 1. Juli dabei sein und beabsichtige im Moment nicht, den Verein zu verlassen.“ Immerhin besitzt er ein gültiges Arbeitspapier für die kommende Spielzeit, anders als sein jüngerer Bruder. „Gerade für Stefan ist das eine bittere Situation. Nach so einer Saison mit viel Verletzungspech auf den Markt geworfen zu werden, ist natürlich hart.“

Daher will Michael alles versuchen, um sich nicht dauerhaft als Trainigsgast und Bankangestellter zu verdingen, sondern sich auch wieder für Einsätze zu empfehlen. „Natürlich, ich bin Fußballer, da will ich spielen“, versichert der Familienvater. Trotz des offensichtlich angespannten Verhältnisses zu Teammanager Strunz. „Ich begrüße, dass er das Team übernimmt, denn sowohl für ihn als auch für mich steht immer nur der Erfolg des Vereins im Mittelpunkt. Natürlich gibt es auch schon mal kontroverse Diskussionen, aber wir sind immer respektvoll miteinander umgegangen und klargekommen.“

Lorenz ist jedenfalls überzeugt, dass ein Spieler Marke Lorenz dem Team weiterhelfen kann. „Wir haben nie behauptet, dass wir die übelsten Techniker sind und ein Spiel alleine entscheiden können. Doch es braucht in einer Mannschaft immer auch solche Typen, die richtig arbeiten.“ Ein ganz gehöriger Kraftakt dürfte nun jedenfalls vor „Lori“ liegen, um Strunz davon zu überzeugen, doch noch auf die Qualitäten des Arbeiters zu setzen. „Wenn ich gar keine Perspektive mehr sehe, muss ich mich natürlich irgendwann umorientieren.“ Bis dahin aber will der Allrounder alles geben, um vielleich doch noch vom Abstellgleis in die Erfolgsspur zurückzuwechseln. Getreu seinem Lebensmotto: nie aufgeben!

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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