„Wir haben noch einen schweren Kampf gegen Leverkusen. Bisher ist es aber sehr gut gelaufen“, meint der Trainer Frank Urban und fügt hinzu: „Wir wollen nun ungeschlagen Meister werden.“
In schmerzlicher Erinnerung dürfte den Verantwortlichen und den Bottroper Judo-Anhängern noch das vorherige Jahr geblieben sein. Nach einer souveränen Saison scheiterte der JC 66 wie bereits 2007 äußerst unglücklich am Aufstieg.
„Es gibt keine Garantie dafür, dass es in diesem Jahr mit dem Aufstieg klappt. Wir werden aber alles versuchen“, betont Frank Urban, Trainer des Judo-Zweitligisten JC 66 Bottrop. In dieser Woche wollen die Verantwortlichen bereits mit den Planungen beginnen. Wir werden versuchen, eine bärenstarke Mannschaft aufzustellen“, sagt Urban. Ziel ist es, ungeschlagen Meister zu werden, denn dann kann der JC 66, der seine Heimspiele in der Dieter-Renz-Halle austrägt, wie 2008 als Ausrichter glänzen. „Das wäre natürlich ein gewaltiger Vorteil. Wir haben ein super Publikum und außerdem könnten wir uns dann die Kosten für die Anreise sowie Unterbringung sparen“, meint der Coach.
Die Tränen wurden aber getrocknet und ein schlagkräftiges Team zusammengestellt. Urban wies die Favoritenrolle zunächst von sich. Mittlerweile wurde er allerdings eines Besseren belehrt, denn seine Kämpfer verwiesen selbst die starke Konkurrenz aus Spremberg und Babelsberg deutlich in die Schranken. „Dieser Verlauf war von vornherein so nicht ersichtlich, denn die Liga ist sehr ausgeglichen“, betont Urban.
Stolz ist der sportlich Verantwortliche vor allem darauf, dass es gelungen ist, ein in der Breite sehr homogenes Team aufzustellen. So profitieren die Bottroper nicht nur in erster Linie von den erfahrenen und ausländischen Topkämpfern, Auch auf den eigenen Nachwuchs ist Verlass. „Jeder muss mehr Verantwortung übernehmen. Es kann sich keiner mehr darauf ausruhen, dass die anderen punkten. Dadurch herrscht völlig andere Stimmung“, erklärt der Coach.
Ein gutes Dutzend Kämpfer kommt aus dem eigenen Verein. Auch sonst wird auf Kontinuität gesetzt. Der Niederländer Ruben Houkes, 2007 Weltmeister im Superleichtgewicht und Bronzegewinner bei den Olympischen Spielen in Peking, kämpft seit 1998 für die Bottroper. Und auch der international erfolgreiche und heiß umworbene Kalala Ngoy startet weiterhin für den JC 66.
Der nächste Kampf findet am 20. September statt.
