Mit 4:3 gewann RWE das Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die "Roten Teufel" fühlten sich dabei massiv vom Schiedsrichter benachteiligt - eine Niederlage, die den Klub noch heute schmerzt und einem glücklichen Essener Fan nun zu einer Vereins-Devotionalie verhelfen könnte, die normalerweise ein Fall für die Geschäftsstelle oder das Museum wäre: Das Original Spielwimpel des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1955 kommt unter den Hammer.
Da es bis 1970 noch gängige Praxis war, für die Partien eigene Wimpel anzufertigen, handelt es sich bei dem Wimpel, das RWE-Mannschaftskapitän August Gottschalk FCK-Mannschaftsführer Fritz Walter vor dem Endspiel überreichte, um ein Unikat.
Dass das bestickte Seidenwimpel mit aufgesetztem besticktem mit Lorbeerkranz und umschlungenen RWE-Vereinsemblem nun überhaupt versteigert wird, ist Walter selbst zu verdanken. Außer sich über die Niederlage schenkte er das Mannschaftsemblem dem Kaiserslauterer Busfahrer, der es bis zu seinem Tod aufbewahrte. Aus dem Nachlass des ehemaligen Vereinsangestellten geht das RWE-Wimpel nun an den Höchstbietenden.
Die Auktion steigt am 27. Juni - 54 Jahre und einen Tag nach dem Gewinn der Meisterschaft - um 12 Uhr im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln, Rheinauhafen 1. Weitere Informationen gibt es unter www.agon-auktion.de

