Die 20.000-Einwohner-Stadt befürchtete mit der vertragsgemäßen Austragung des Rennens 2010 einen Verlust von mindestens sechs Millionen Euro. "Wir mussten die Stadt aus dem Risiko herausnehmen, weil es eher noch mehr als sechs Millionen werden könnten. Wir hätten diese Summe komplett mit Krediten finanzieren müssen", sagte Gummer. Ein am 20. Mai bei einem Spitzentreffen im Staatsministerium in Stuttgart vereinbartes Treffen von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger mit Ecclestone ist laut Gummer "bislang nicht zustandegekommen". "Deshalb ist uns die Zeit davongelaufen", sagte der Oberbürgermeister, der in den nächsten Tagen wieder selbst Kontakt mit Ecclestone aufnehmen will.
Eine Lösung für den Fortbestand des Rennens auf der Traditionsstrecke ist nach Meinung des Gemeinderates "zwingend an die Voraussetzung geknüpft, dass daraus weder für die Hockenheim-Ring GmbH noch die Stadt Hockenheim finanzwirtschaftliche Risiken entstehen".
