"Unser Leipziger Engagement soll uns mittel- bis langfristig in die deutsche Bundesliga führen. Risiko sehen wir keines, da es nur an uns liegt, wie professionell, wie rasch und mit wieviel Engagement uns dieser Weg gelingen wird", sagte Mateschitz im Interview mit Sport Bild online: "Im Normalfall erreichen wir unsere Ziele, und das hoffen wir auch in Leipzig." Leipzig sei Teil eines globalen Fußball-Konzeptes.
Mateschitz erklärte, dass man versuchen werde, sowohl die Mannschaft als auch den gesamten Trainerstab maßgeschneidert der jeweiligen Situation beziehungsweise dem jeweiligen Ziel anzupassen. "Wir werden versuchen, die Mannschaft möglichst rasch, aber nichtsdestotrotz gesund wachsend von der derzeit 5. Liga in die 2. Liga zu führen", sagte er. Dafür müsse man dreimal aufsteigen, wenn das in 4 oder 5 Jahren gelingen würde, wäre das ein guter Zeitplan.
Der letzte Schritt in die Bundesliga könne laut Mateschitz derzeit noch nicht wirklich geplant oder auch absehbar sein. Zu viele unterschiedliche Faktoren würden dafür eine Rolle spielen: "Aber unser Ziel wird es auf jeden Fall sein." Mit dem Leipziger Verein möchte er zudem in der Europa League spielen.
Von der Vorgehensweise, der Philosophie und der Strategie her sieht der Milliardär "keinen wesentlichen" Unterschied zum Bundesligisten Hoffenheim. Konkrete Budgets würde es für RB Leipzig noch keine geben, vielmehr werde man von Jahr zu Jahr die zum Erreichen der sportlichen Ziele erforderlichen Investitionen zur Verfügung stellen.
Befürchtungen, dass RB Leipzig langfristig als Retortenklub angesehen wird, hegt Mateschitz nicht. "Wenn wir Fußball spielen, dann müssen die Roten Bullen Fußball spielen. Mit eigenständiger, neuer Tradition und eigenständiger, neuer Fankultur", sagte er. Am liebsten würde er es sehen, dass irgendwann Spieler bei RB Leipzig kicken, die "zum größten Teil aus dem Bereich unserer eigenen Nachwuchsarbeit kommen".
