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VfL: Wenn die WM-Quali zur Nebensache wird
Beten für den Frieden

Vahid Hashemian ist in Deutschland.

Nach drei WM-Qualifikationsspielen und einem Testspiel hat VfL-Trainer Marcel Koller seinem Stürmer noch bis zum Trainingslagerstart am Sonntag, 5. Juli, einen Sonderurlaub eingeräumt.

Der Iraner hat nervenaufreibende Wochen hinter sich. Das Länderspiel in China und die Quali-Spiele gegen die Emirate, Nord- und Südkorea, in denen es der Iran als Vierter verpasste, sich für die WM 2010 in Südafrika zu qualifizieren. Das ist alles aber längst in den Hintergrund gerückt.

Vahid Hashemian hofft eine erfolgreiche neue Saison (Foto: firo).

Hashemian erklärt zu den derzeitigen Geschehnissen in seiner Heimat: „Ich bin sehr traurig und hoffe auf eine schnelle, friedliche Lösung. Ich bete für den Frieden.“ Ausgerechnet während der Vorbereitung für das letzte Qualifikationsspiel in Südkorea überschlugen sich in seiner Heimat die Ereignisse.

Hashemian: „Vor dem entscheidenden Match wurden wir mit den TV-Aufnahmen konfrontiert. Das überschattete das Spiel total. Fußball war plötzlich nur noch Nebensache.“

Trotzdem hätte es für den Iran fast gereicht. Die 1:0-Führung bis zur 81. Minute wäre die Quali gewesen. Der Ausgleich bedeutete den Sturz auf Rang vier und das Aus. Hashemian: „Wir haben einen neuen Trainer, spielen immer ein neues System. Die ständigen Umstellungen waren auch für die Pleite verantwortlich.“ Ob Hashemian überhaupt noch einmal für den Iran spielt, ist ungewiss: „Bei den nächsten Qualifikationsspielen wäre ich schon 35. Ich glaube nicht, dass das noch Sinn macht.“

Inzwischen telefoniert er fast täglich mit Verwandten und Freunden im Iran, äußert sich aber nicht über die derzeitige Lage - aus Angst vor Repressalien. Stattdessen versucht er sich abzulenken. Hashemian: „Das letzte Jahr lief verdammt negativ. Der Tod meiner Mutter und die sportliche Situation, das war nicht einfach.“ Doch für die kommende Spielzeit verspricht der 32-Jährige Besserung: „Ich bin ein Bochumer, habe mir eine Menge vorgenommen.“ Und so hofft der „Hubschrauber“, dass er sich mit seinem vorentscheidenden Tor gegen die Frankfurter Eintracht bei den Fans ein wenig Kredit zurückerobert hat: „Ich will zeigen, dass ich dem VfL noch helfen kann.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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