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BVB: Keine Umbaumaßnahmen à la Magath nötig
Neues Quartett schließt alte Baustellen

Während Felix Magath ein paar Kilometer von Dortmund entfernt momentan alles umkrempelt, was auch nur im Entferntesten blau und weiß ist, verlaufen die Änderungen bei Borussia Dortmund in dieser Sommerpause eher ruhig und gemächlich ab.

Vor einem Jahr, als Jürgen Klopp das Zepter übernahm, sah das freilich noch ganz anders aus. Damals räumte der 42-Jährige ebenso rigoros auf wie Magath heute - wenn auch mit einer anderen, manche würden sagen freundlicheren Art der Vermittlung.

Der Status Quo, der lange beim BVB herrschte und der die Borussia auf Rang 13 geführt hatte, wurde vom früheren Mainzer über den Haufen geworfen. Klopp brach mit alten Traditionen, wie etwa der Zimmereinteilung im Trainingslager, bestimmte mit Sebastian Kehl einen neuen Kapitän und führte eine neue Spielphilosophie ein.

Die Änderungen fruchteten. Und so war die zurückliegende Sommerpause, die mit dem offiziellen Trainingsstart am kommenden Sonntag (17 Uhr) ihr lang ersehntes Ende findet, wohl eine der entspanntesten (für die Verantwortlichen) bzw. langweiligsten (für die Fans) der jüngeren Vereinsgeschichte.

Was auch daran lag, dass die Problemzonen, die Klopp in seinem Kader erkannt hatte, frühzeitig behoben werden konnten. Schon während der Saison standen Markus Feulner (Mainz 05) und Kevin Großkreutz (RW Ahlen) als Neuzugänge fest.

Mit Sven Bender stieß kurz vor dem Trainingsbeginn ein weiteres vielversprechendes Talent hinzu. Das Trio soll ab Sonntag den Kampf um die vier zu vergebenen Plätze im BVB-Mittelfeld noch weiter verschärfen - um im besten Falle der BVB-Zentrale nicht nur zu mehr Quantität, sondern auch zu mehr Qualität verhelfen.

Dazu bekam Klopp mit Dimitar Rangelov eine „zusätzliche Option für den Sturm“, die er sich nach dem 1:1-Remis am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison gegen Borussia Mönchengladbach so sehnlichst gewünscht hatte.

Mit dem Bulgaren, Alex Frei, Nelson Valdez und Mohamed Zidan stehen Klopp nun vier nahezu gleichwertige Angreifer zur Verfügung, die sich laut BVB-Sportdirektor Michael Zorc „optimal ergänzen“.

Auf den ersten Blick ist zwar keiner der vier „Neuen“ ein Kandidat, der die erste Elf des BVB auf Anhieb verstärken kann, doch Probleme wie im letzten Winter, als auf der schwarz-gelben Ersatzbank teilweise vier Amateurspieler saßen, dürften in der kommenden Spielzeit nicht mehr auftreten.

Doch mit der erweiterten Kaderbreite vergrößert sich auch das Konfliktpotenzial. Speziell im Mittelfeld, in dem sich neun Spieler um vier Plätze streiten, könnten schnell Krisenherde entstehen. Es ist daher gut möglich, dass der BVB in diesem Mannschaftsteil - sollte ein entsprechendes Angebot ins Haus flattern - noch einmal abspeckt.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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