Sie stellten ausführlich ihr gemeinsames Projekt vor. Es wendet sich direkt an den ganz jungen Teil der Bevölkerung. Am 6. September 2009 fällt zunächst in Recklinghausen der Startschuss für das Fußballturnier. Die dritten und vierten Klassen von rund 120 Schulen werden Mannschaften stellen. Die Verantwortlichen hoffen auf eine rege Beteiligung der Schüler.
Hierbei wünschen sich alle drei, dass sowohl Mädchen als auch die Jungs Spaß haben werden. Der ehemalige BVB-Profi setzt sogar besonders auf das weibliche Geschlecht: „Es werden bestimmt auch Mädels teilnehmen. Es soll ja die leistungsstärkste Mannschaft der Klasse gefunden werden. Und heute sieht man ja auch, dass aktuell die Frauennationalmannschaft, zumindest was die internationalen Titel angeht, erfolgreicher ist als die männliche Fraktion.“
Die jungen Teams spielen auf dem Recklinghäuser Rathausplatz in Soccercages den Sieger aus. Die beste Mannschaft erhält 5000 Euro. Das Besondere: die Gewinner können ihre eigenen Ideen einbringen, wie der Preis verwendet werden soll. „Wir wollten uns unbedingt in der Jugendarbeit engagieren“, betont Mayer von der readybank.
Der prominente Schirmherr Metzelder wird bei Beginn des Integrations-Cups, der noch in mehreren Städten fortgesetzt werden soll, nicht vor Ort sein, da er Anfang September schon wieder die Schuhe für Madrid schnürt.
Aber er wird die siegreiche Truppe und die gesamte Klasse, die dahintersteht, tatkräftig unterstützen: „Wir werden den Kindern eine Auswahl von Projekten präsentieren, wie zum Beispiel Theateraufführungen für und mit Kindern mit Migrationshintergrund. Natürlich würden wir uns am meisten über eigenständige, kreative Ideen der Schüler freuen. Es ist ja bekannt, dass Kinder mehr Ideenreichtum besitzen als Erwachsene. Am wichtigsten ist bei der Sache, dass Kinder Kindern helfen.“

Christoph Metzelder präsentiert das Plakat zum Integrations-Cup (Foto: firo).
Zunächst ist die Dauer des Projektes auf ein Jahr begrenzt. Doch der spanische Legionär, der in Haltern und der gesamten Umgebung fest verwurzelt ist, fügt schmunzelnd an: “Nach den zwölf Monaten werde ich mir in meinen Sommerferien die Ergebnisse der Mädchen und Jungs in Form von Collagen, Videos, etc. ansehen. Und ich bin überzeugt davon, dass die Christoph-Metzelder-Stiftung auch in den nächsten Jahren das Projekt weiterhin finanziell mittragen wird.“
Neben dem sportlichen Aspekt setzten sich Schulte, Meyer und Metzelder das Ziel bei Kindern und auch deren Eltern das Interesse für soziales Engagement zu wecken. Als hervorragendes Beispiel dient sicherlich Christoph Metzelder selbst. Schließlich ruht der Nationalspieler sich nicht auf seinen Meriten aus, sondern investiert Zeit und Geld für Deutschlands Zukunft: „Ich habe mich seit dem Beginn meiner Karriere immer für Organisationen eingesetzt, die Kinder und Sport verbinden. Da ich im Fokus der Presse stehe und noch jung bin, weiß ich, dass ich ein Idol für die junge Altersgruppe darstelle“.
Alle Beteiligten waren sich am Schluss einig, dass der Integrations-Cup ideal geeignet sein wird, um das Augenmerk der Teilnehmer auf soziales Engagement zu richten. Denn ein dickes Sparbuch ist auch nicht alles...
