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Düsseldorf: Schwertfeger erfüllt sich einen Kindheitstraum
„Mache mir selbst keinen Druck“

Viele Profi-Klubs schmücken sich mit Spielern, die bei kleineren Vereinen ausgebildet und in der A-Jugend verpflichtet wurden.

Der Begriff Eigengewächs wird in diesem Zusammenhang gerne benutzt und so häufig wie möglich wiederholt. Wenn Fortuna Düsseldorf derartig über Kai Schwertfeger spricht, ist es durchaus berechtigt, schließlich trägt der Youngster das Fortuna-Trikot schon seit einem Jahrzehnt.

Nach den letzten Partien in der Rückrunde der vergangenen Saison ist der Verteidiger eine feste Größe im Team von Trainer Norbert Meier. Als niemand damit rechnete, warf dieser ihn in Offenbach ins kalte Wasser.

Eine Maßnahme, die sich noch als absoluter Glücksgriff herausstellen sollte. „In der freien Zeit ist mir der letzte Spieltag sehr oft zurück ins Gedächtnis gekommen. Was nach dem Match passiert ist, war einfach nur beeindruckend“, betont der Rotschopf, der zwar insgesamt nicht so viele Einsatzzeiten bekam, aber durch seine abgezockte Art in der Schlussphase maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte. „Ich habe mir auch die DVD, die erstellt wurde, gekauft und beim Angucken kam alles wieder hoch.“

Wenn man es genau nimmt, hat Schwertfeger innerhalb eines Jahres nicht nur zwei Aufstiege (auch mit der Reserve in die Regionalliga), sondern auch einen persönlichen Sprung von drei Klassen geschafft. Denn vor der abgelaufenen Spielzeit war er eigentlich für die Zweitvertretung eingeplant. „Das ist schon Wahnsinn“, strahlt der Abwehrspieler, der sich damit einen Kindheitstraum erfüllte. Schon als er in der D-Jugend war, gab es für ihn nur ein Ziel, der kleine Kai wollte Profi werden.

Das ist ihm nun gelungen, auch wenn durch die Verpflichtungen von den beiden Außenverteidigern Johannes van den Bergh und Christian Weber seine Chancen auf einen Stammplatz nicht gestiegen sind. „Ich mache mir selbst keinen Druck, immer dabei sein zu müssen“, bleibt Schwertfeger gelassen. „Wenn ich oben nicht spiele, sammle ich Spielpraxis in der Zweiten.“

Außerdem hält er es durchaus für verständlich, dass sich der Verein nach Verstärkungen umsieht. „Wir spielen nicht nur eine Liga höher, sondern hatten auch zuletzt kaum Leute für außen in der Viererkette. Hinzu kam, dass der Vertrag von Clement Halet nicht verlängert wurde“, erklärt der Jungspund, der den Vorteil hat, in der „Kette“ jede Position bekleiden zu können.
Ab August spielt er nun also nicht mehr gegen Dattenfeld oder Hamm, sondern in weitaus größeren Stadien. „Es wird einige interessante Auswärtsspiele geben. Wenn ich an St. Pauli oder die Allianz-Arena in München denke, freue ich mich schon. Zudem werden die Derby gegen Duisburg, Aachen und Oberhausen wieder heiße Partien“, strahlen die Augen von Schwertfeger.

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