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MSV Duisburg II: Reiter stört geringes Fan-Interesse nicht
„SCW ist kein alltäglicher Aufsteiger“

Am Donnerstag ist die Schonzeit für die kleinen „Zebras“ vorbei. Um 17 Uhr bittet Markus Reiter zum Aufgalopp. Und der neue MSV-Coach weiß ganz genau, was ihn und seine Elf erwarten wird. „Ich habe mir schon bei jedem Heimspiel der Rückrunde einen Eindruck verschaffen können. Es waren sehr viele gute Auftritte dabei, aber ich habe auch Spiele wie die Auszeit gegen Düsseldorf II gesehen“, will der Ex-Profi als erstes für mehr Konstanz sorgen.

Und die ist möglich, wenn die Abwehr zukünftig steht. „63 Gegentore sind zu viel. Diese Zahl müssen wir reduzieren“, fordert Reiter, der in dem großen Aderlass aber kein Problem sieht. Zwar haben die Duisburger mit Marcel Schütze (SG Wattenscheid), Manuel Windges (Studium in den USA), Niklas Stegmann (SSVg. Velbert), Marcel Löber, Bülent Gündüz, Julien Humbert und Christian Göcke (alle Ziel unbekannt) wichtige Akteure verloren, aber „wir haben auch guten Ersatz gefunden“, ist sich Reiter sicher, mit einer schlagkräftigen Truppe an den Start zu gehen.

Das Wort Aufstieg nimmt er aber nicht in den Mund. Im Gegenteil: „Wiedenbrück ist kein alltäglicher Aufsteiger. Das ist eine richtig gute Truppe. Aber auch Kleve, Schwarz-Weiß Essen, die Sportfreunde Siegen wie auch Fortuna Köln haben sich sehr gut verstärkt. Diese Vereine können den Aufstieg sicherlich mehr provozieren als wir es können.“

Und wohin soll der Weg des MSV dann führen? „Für mich als Trainer-Neuling in der Oberliga reicht die Perspektive, oben mitzuspielen und zwei oder drei Plätze zu klettern“, macht der Fußballlehrer deutlich, nicht erneut Siebter werden zu wollen, und schiebt nach: „Dass der Klub natürlich irgendwann hochkommen will, um den eigenen Nachwuchs für die Profis zu akquirieren, ist klar. Dafür ist die Regionalliga natürlich besser geeignet. Aber wirtschaftlich ist man nicht so gut aufgestellt. Vielleicht kann man im kommenden Jahr diesen Schritt mal angehen.“

Der 32-Jährige freut sich nun erst mal auf die neue Herausforderung: „Die Klasse ist ein interessantes Feld. Ich wohne in Essen und habe mir auch mehrfach RWE und den ETB angeschaut. Das sportliche Niveau ist sehr hoch.“ Aber auch die Auflagen, die besonders den MSV zu Umbaumaßnahmen an der Westenderstraße gezwungen haben. „Manchmal schießt man mit Kanonen auf Spatzen“, meint Reiter. „Wenn wir gegen Gütersloh 74 Zuschauer haben und dann zu hören bekommen, dass unser Stadion nicht tauglich ist, fasst man sich an den Kopf.“

Und die Risikospiele wie beispielsweise gegen seinen Ex-Klub Rot-Weiss Essen werden ohnehin im Stadion ausgetragen. „Aber selbst da kamen nur rund 100 Zuschauer“, hebt Reiter an. Das geringe Fan-Interesse an den Zweitvertretungen ist für Reiter, der bereits in der Bundesliga in ausverkauften Stadien gespielt hat, kein Problem: „Als Trainer ich habe ich ja auch den Jugendfußball hinter mir, wo auch nur Väter und Mütter da waren. Als Coach stört es mich nicht. Aber natürlich möchten wir zu einem Highlight auch gerne mal Anhänger begrüßen dürfen. Das würde mich für die Jungs einfach freuen.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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