Und ein Duisburger hat großen Anteil an diesem Erfolg.Denn beim 1:0-Sieg im Halbfinale gegen den Rekord-Titelhalter aus Italien war es Änis Ben-Hatira, der in der 73. Minute in höchster Not klären konnte. „Meine Leistung war okay“, zeigt sich der vom Hamburger SV an die Wedau ausgeliehene Offensiv-Stratege zurückhaltend. In der 55. Minute wurde Ben-Hatira für den Bremer Marko Marin eingewechselt und konnte sofort überzeugen.
Weil Marin, der einen Schlag auf den Fuß bekam, allerdings für das Endspiel wieder fit sein wird, muss Ben-Hatira wohl erst einmal wieder auf die Bank. „Natürlich hätte ich gerne mehr Einsatzzeiten gehabt, aber wenn ich auf dem Platz stand, hat eigentlich alles geklappt“, ist er zufrieden. „Außerdem ist es ohnehin egal, wer spielt, Hauptsache ist doch, dass wir den Titel holen.“

Erst nachdem sich Marko Marin verletzt hatte, bekam Änis Ben-Hatira seine Chance und hat sie genutzt.
Und die Chancen stehen in Ben-Hatiras Augen nicht schlecht. Denn die Engländer müssen auf die gelbgesperrten Stürmer Gabriel Agbonlahor (Aston Villa) und Frazier Campbell (Manchester United) verzichten. Und eventuell fehlt auch noch Keeper Joe Hart. „Bei uns muss nur mein Zimmernachbar Ashkan Dejagah wegen seiner zweiten Gelben zuschauen. Ansonsten sind wir komplett und fühlen uns gut“, sieht Ben-Hatira einen Pluspunkt für die DFB-Elf.
Derweil steht aber noch nicht fest, wie seine Zukunft aussehen wird. Denn einen definitiven Verbleib in Duisburg, so wie es Peter Neururer in der vergangenen RS-Ausgabe gesagt hat, sieht Ben-Hatira nicht: „Ich war über die Aussagen sehr überrascht, denn es steht noch gar nichts fest“, liebäugelt er natürlich noch mit der Rückkehr in die erste Liga. „Aber meine persönliche Zukunft ist bis Montagabend völlig egal, denn bis dahin zählt nur der EM-Titel.“

