Christoph Dabrowski hat zum Abschluss seines fünfwöchigen Urlaubs seine Familie noch einmal zu einem Italiener geladen, um die Ferienzeit mit einem leckeren Essen ausklingen zu lassen. Natürlich weiß der Routinier, der am kommenden Mittwoch seinen 31. Geburtstag feiert, dass die nächsten Tage nicht nur anstrengend, sondern mit diversen Terminen rund um die Übungsstunden auch mehr als ausgefüllt sind. Christoph Dabrowski hat seine Freizeit daher optimal genutzt. Nachdem die Rettung feststand, hat er sich umgehend die Titanplatten unter den beiden Augen (Jochbeinbrüche) entfernen lassen und sich zusätzlich einer Weißheitszahn-OP unterzogen. "Runderneuert" hat er dann den Urlaub in seiner Heimat Berlin, im Ostseebad Warnemünde, im Ruhrgebiet und dann auch im Robinson-Klub auf Mallorca verbracht. Dabrowski: "Jetzt reicht es aber auch. Ich bin froh, dass es wieder los geht."
Im Urlaub hat er weitgehend abgeschaltet, hat die Turbulenzen der letzten Monate verdrängt. "Das ist Geschichte. Das Einzige, was wir im Kopf behalten sollten, ist den Vorsatz, so etwas nicht noch einmal erleben zu wollen." Dabrowski nimmt kein Blatt vor den Mund: "Eine miserable Bilanz, das war einfach nur schlecht in der Hinrunde. Das Schlimmste, was ich in meiner Karriere erlebt habe." Das Einzige, das bleibt, sei die Feststellung, "dass die Mannschaft Charakter gezeigt hat. Gerade gegen Frankfurt, als es darauf ankam. Und gerade solche Spieler, die nicht immer im Rampenlicht standen".
Auch persönlich hat Dabrowski sicherlich die eine oder andere Narbe davongetragen. Auch wenn der defensive Mittelfeldspieler nicht darüber spricht. Aber seine Nichtberücksichtigung gegen Eintracht Frankfurt dürfte ihn bis ins Mark erschüttert haben. Doch "Franz", wie er im Freundeskreis oft gerufen wird, ist keiner, der seinen Ärger nach außen trägt. Dabrowski: "Das war für mich nicht einfach."
Doch jetzt sieht er nach vorne. Und er ist sicher: "Spielen wir komplett und bleiben wir von größeren Verletzungen verschont, werden wir definitiv eine bessere Spielzeit absolvieren." Dafür allerdings muss sich Christoph Dabrowski ein paar neue Fußballschuhe suchen. Sein altes Paar musste er als Wetteinsatz abgeben. Nicht ohne Widerspruch: "Eigentlich hatte sich meine Prognose erfüllt. Doch die Wette war nicht korrekt wiedergegeben worden." Auch wenn in der Vorbereitung der neue Schuh mal drücken dürfte, er wird sich wieder durchsetzen. Denn einen wie Dabrowski muss man in der Mannschaft haben, wenn man Jahr für Jahr um den Klassenerhalt spielt.

