Am Sonntag ist jedoch für die Truppe von Jürgen Klopp Schluss mit Faulenzen. Um 17 Uhr beginnt auch für sie der Ernst der Vorbereitung.
„Ich hatte einen tollen Urlaub. Es hat alles gepasst. Jetzt wird es aber auch Zeit, dass es wieder losgeht“, brennt Klopp bereits auf den Start, nachdem er sich in den letzten Wochen deutlich besser erholen konnte als im Vorjahr.
Während es bei der Konkurrenz teilweise drunter und drüber ging, verlief die Sommerpause beim BVB - von den üblichen Transferspekulationen abgesehen - ohne Störfeuer, wie Klopp bestätigt: „Diesmal war es wirklich sehr entspannt. Das lag vor allem an Michael Zorc, der einen tollen Job gemacht hat. Er hat genau das umgesetzt, was wir uns vorgestellt haben.“
Insgesamt vier Neue - Sven Bender, Dimitar Rangelov, Kevin Großkreutz und Markus Feulner - lotste der BVB-Sportdirektor nach Dortmund, ohne das im Gegenzug Leistungsträger abgegeben werden mussten. Und dabei soll es laut Klopp auch bleiben: „Natürlich können in sechs Wochen Vorbereitung noch viele Dinge passieren. Aber im Moment steht unser Kader so, wie wir in die Vorbereitung starten.“
Um Mohamed Zidan, der erst Mitte Juli zum BVB-Tross stoßen wird, ranken sich derzeit die heftigsten Gerüchte. Angeblich sollen seine starken Auftritte beim Confed Cup Teams aus Spanien und England auf den Plan gerufen haben.
„Es ist normal, dass die Fußballwelt verrückt spielt, wenn jemand zwei Tore gegen Brasilien macht. Aber ich habe mit Mo gesprochen. Er denkt gar nicht daran, zu gehen und fühlt sich bei uns sehr wohl“, berichtet Klopp über den Stand der Dinge, schränkt zugleich jedoch ein: „Wir verschwenden keinen Gedanken daran, ihn abzugeben. Es sei denn, es kommt noch ein Angebot, bei dem alle darüber nachdenken müssen.“ Bislang sind jedoch nicht einmal lose Anfragen im Dortmunder Briefkasten gelandet.
Bleiben die offenen Baustellen in Sachen Vertragsverlängerungen. Die Arbeitspapiere von Alex Frei und Marcel Schmelzer laufen im nächsten Sommer aus. Laut Klopp besteht jedoch kein Grund zur Eile: „Wir haben keinen Zeitdruck. Wir wollen zunächst gucken, was passiert, denn wir müssen flexibel bleiben. Auch wenn man dann das Risiko eingeht, dass jemand geht.“

