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Bundesliga: Rauball kritisiert ausufernde Berater-Honorare
"Verhältnis empfinde ich als grotesk"

Ligapräsident Reinhard Rauball hat das Missverhältnis in der Fußball-Bundesliga zwischen den Transferausgaben und den Kosten für Spielerberater kritisiert.

"Die Transferausgaben betrugen 171 Millionen Euro. Dieses Verhältnis zwischen Provisionen und Ablösesummen empfinde ich als grotesk", sagte der Vorsitzende des Erstligisten Borussia Dortmund in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt (Montagausgabe). Dabei bezog sich der Liga-Boss auf Zahlen aus der vergangenen Saison, die besagen, dass die 36 Profiklubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga insgesamt 58,8 Millionen Euro an Spielerberater gezahlt haben.

Der enorme Anstieg der Provisionen für Spielerberater ist für den Rauball "eine Entwicklung in die völlig falsche Richtung". Der Rechtsanwalt hält nicht viel von dem Plan des Weltverbandes FIFA, die Provisionen auf einen bestimmten Prozentsatz zu beschränken: "Ich bin da skeptisch, denn es werden Mittel und Wege gefunden werden, diese Prozentsätze zu umgehen."

Stattdessen schlägt Rauball das englische Modell vor: "Da wird die Provision dem Spieler zugeschlagen, mit der Konsequenz, dass der Spieler diese Provision versteuern muss. Dies führte zu einer Reduzierung in akzeptable Größenordnungen."

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