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MSV: Manuela muss warten, denn Yankov sucht noch eine Bleibe
„Duisburg ist ein guter Verein“

Er ist der Wunschspieler von Peter Neururer. Und er zeigt sofort warum.

Denn Chavdar Yankov versucht von Beginn an, seine Erfahrung einzubringen. Der bulgarische Nationalspieler ist schließlich nicht an die Wedau gekommen, um nach seinem Mittelfußbruch „nur“ wieder fit zu werden. „Wenn ich meine Leistung bringe, werde ich auch wieder in die National-Elf berufen“, will der „Sechser“, der für eine Saison von Hannover 96 ausgeliehen ist, auf die internationale Bühne zurück.

Denn die vergangenen eineinhalb Jahre liefen nicht gut für ihn. „Die vielen Verletzungen haben mich immer wieder aus der Bahn geworfen“, blickt der 25-Jährige traurig zurück. „Aber ich habe mich erholt und werde wieder voll angreifen.“ Allerdings eine Klasse tiefer. „Ich habe bisher nur in der Bundesliga gespielt und weiß noch nicht, was mich erwarten wird“, zuckt der Mittelfeld-Mann mit den Schultern. Als einen Schritt zurück sieht er sein Engagement allerdings nicht. „Ich habe lange nicht gespielt und muss erst einmal wieder reinkommen. Es ist nach eineinhalb Jahren die erste Vorbereitung, die ich wieder voll mitmachen kann. Und mit Peter Neururer habe ich dafür einen optimalen Coach. Er weiß, was ich kann.“

Denn in Hannover, wo Yankov auch noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 besitzt, hat das Duo bereits zusammengearbeitet. „Es war eine tolle Zeit mit ihm und ich freue mich auf die neue Serie.“

Neururer, der seinen Schützling im Testspiel gegen Kärnten in der zweiten Halbzeit eingesetzt hat, ist von seinen Qualitäten überzeugt. „Chavdar baut sich selber auf. Er hat nicht jeden Zweikampf angenommen, um erst einmal wieder das Gefühl zu bekommen. Das ist auch in Ordnung, denn schließlich kann er Fußball spielen und wird es auch beweisen.“

Und der Stratege weiß, worauf er sich einlässt. Schließlich hat bereits mit Georgiev, der mittlerweile in Russland aktiv ist, ein echter Freund beim MSV gespielt. „Aber wir haben uns nicht lange darüber unterhalten“, berichtet Yankov. Mit einem zwinkernden Auge bezüglich seiner Tätowierung am linken Oberarm meint er: „Wir sind nicht zu vergleichen. Er hat alleine schon viel mehr Tattoos als ich.“

Bei 96 wie auch bei der bulgarischen Auswahl spielt Yankov meist auf der Sechser-Position. „In der Zentrale fühle ich mich am wohlsten, kann aber auch auf rechts oder links spielen“, skizziert er seine Vorzüge. Doch bevor er diese zeigen wird, muss er sich nach der Rückkehr aus Österreich erst einmal um eine Bleibe in Duisburg kümmern. „Ich bin auf der Suche nach einer Wohnung oder einem Haus“, wird Yankov seine Freundin Manuela, die noch in Bulgarien weilt und dort studiert, erst ins Revier holen, wenn er ein Dach über dem Kopf hat.

Vom Pott ist er aber schon begeistert: „Ich habe die Stadt, das Trainingsgelände sowie das Stadion gesehen. Es ist wirklich schön.“ Und sein erstes sportliches Fazit? Yankov: „Duisburg ist für die zweite Liga ein sehr guter Verein.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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