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MSV: Splitter aus Velden - Teil eins
Tiffert tritt in Makiadis Fußstapfen

Und hier der erste Teil der Splitter aus dem MSV-Trainingslager.

Freudige Hoffnungen hegt Neururer nach wie vor auch noch bei Änis Ben-Hatira. „Wir wollen ihn immer noch haben“, macht der Fußballlehrer deutlich. Und weil der HSV auf Ben-Hatiras Position gerade personell nachgelegt hat, sieht Neururer die Chancen des MSV auch gestiegen. „Ich bin mir mit Bruno Labbadia einig, dass es das Beste für Änis ist, wenn er noch einmal ausgeliehen wird. Aber er hat wohl auch Anfragen von einigen Erstligisten. Doch bei uns weiß er, dass er sich wohl fühlt. Ich hoffe, dass die Entscheidung nicht mehr so lange auf sich warten lässt.“

Denn schließlich wird das Zeitfenster bis zum Pflichtspielstart im DFB-Pokal in Erfurt immer kleiner. „Und es ist wichtig, dass sich die Neuen wenigstens noch ein bisschen einspielen können“, fordert Neururer eine baldige Lösung der offenen Positionen.

Allerdings weiß er auch, dass „wir nicht der einzige Verein sind, der noch wartet. Viele Spieler pokern. Und in einem Jahr, in dem eine EM oder WM ist, ist es ganz besonders schlimm. Hinzu kommt die Finanzkrise. Aber wir werden es hinbekommen“.

Am Wörthersee ist auch Michael Kostner. Der Trainer des Bezirksligisten TSV Ampfing hospitiert bei seinem ehemaligen „Chef“ Neururer. „Er muss im Rahmen seiner Fußballlehrer-Ausbildung Praxis sammeln“, erzählt Neururer, der den ehemaligen Abwehrspieler beim 1. FC Köln und in Saarbrücken unter seinen Fittichen hatte. „Er bleibt eine Woche bei uns und wird viel lernen.“

Für die gute Stimmung bei den Einheiten haben sich Neururer, Hübner und Manfred Gloger verantwortlich gezeigt. Der Torwarttrainer stand im Kasten, Neururer und Hübner schossen abwechselnd aus 20 Metern. Doch nicht Hübner. Der Manager rutschte beim ersten Versuch auf dem feuchten Rasen mit seinen Turnschuhen aus und legte sich auf den Rücken. „Aua“, stöhnte der Ex-Lauterer, während sich das Team vor Lachen auf dem Boden kugelte.

Um einer ähnlichen Aktion zu entgehen, zog der ehemalige Stürmer kurzerhand seine Schuhe aus und kickte barfuß. Mit Erfolg. Denn mit Ansage donnerte er die Bälle in die Winkel – Gloger konnte nur noch hinterher schauen. „Tja, was man nicht sieht, kann man nicht halten“, stellte Neururer fest. Ganz so einig war sich das Trio in der Endabrechung allerdings nicht. „Ich habe ganz klar gewonnen“, meinte Gloger. Hübner schüttelte den Kopf: „Nein, dass war mein Sieg.“ Und Neururer? Der nahm das Spielchen locker. „Hauptsache die Jungs hatten ihren Spaß.“

Die Rückennummern sind auch vergeben. Und eine Änderung hat dabei für Aufsehen gesorgt, denn Christian Tiffert hat die legendäre 10. „Die wurde mir zugeworfen. Ich konnte nichts dafür“, weiß der ehemalige Stuttgarter, dass er in die großen Fußstapfen von Cedrick Makiadi treten wird.

Neuzugang Frank Fahrenhorst hat sich derweil die 15 gesichert. „Die hatte ich beim VfL Bochum auch und dort habe ich eine sehr erfolgreiche Zeit gehabt. Ich bin zwar nicht abergläubisch, aber wenn es helfen sollte, ist es doch gut“, kommentiert er seine Zahlen-Wahl.

Am Donnerstag geht es um 18.30 Uhr weiter. Der Gegner ist Sofia. „Von denen kenne ich fast die gesamte Mannschaft“, freut sich Chavdar Yankov auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten. „Die haben eine gute Truppe, stehen aber wie wir am Anfang der Vorbereitung. Deshalb wird es mit Sicherheit ein besseres Match als gegen Kärnten.“

Für Nicky Adler ist das Trainingslager ein voller Erfolg. „Es macht viel mehr Spaß als vor einem Jahr, als wir mit 31 Mann gestartet sind und niemand wusste, wo er steht. Jetzt sind wir ein kleiner, verschworener Haufen und arbeiten richtig intensiv.“

Das bekommt auch Adam Bodzek zu spüren. Der „Abräumer“ ist platt. „Der Trainer scheucht uns ordentlich, aber das gehört dazu. Wir werden das Camp überleben und vollkommen fit in die Saison starten.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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