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MSV: Splitter aus Velden - Teil zwei
Momar N’diaye bleibt unter Beobachtung

Und hier der zweite Teil der Splitter aus dem MSV-Trainingslager.

Einen Tag früher als erwartet ist der neue Mann vom FC Metz im Trainingslager aufgetaucht. Bereits am Dienstag-Nachmittag hat der 21-jährige Momar N’diaye die erste Einheit mit dem Team absolviert. „Er ist ein junger Mann, den wir auf jeden Fall im Testspiel gegen Sofia unter die Lupe nehmen werden“, betont Bruno Hübner und lobt den Stürmer. „Er kommt aus der Talentschmiede des FC Metz und hat bislang einen positiven Eindruck vermittelt.“

Im österreichischen Velden war Aleksandar Prijovic indes nur zwei Tage dabei. Der 19-jährige Angreifer, der bei Derby County unter Vertrag steht, ist wieder auf die Insel zurückgekehrt. „Wir haben mit Dorge Kouemaha und Sandro Wagner bereits zwei Spieler-Typen, die ähnlich sind wie er“, erklärt Peter Neururer, warum er Prijovic nach dem Testkick gegen Austria Kärnten wieder nach Hause geschickt hat.

Der zweite Probelauf der „Zebras“ gegen Austria Kärnten ging mit 1:3 verloren. Den Treffer für die Blau-Weißen markierte Olcay Sahan. „Wir waren müde und die haben am Wochenende schon ihr erstes Pflichtspiel“, hat Neururer trotz des ungleichen Kraftverhältnisses wichtige Erkenntnisse gewonnen. „Man kann die Spieler nur beurteilen, wenn sie einen Gegner haben. Bis auf ein paar Kleinigkeiten im taktischen Bereich war es aber ein gelungener Test.“

Zu viele Testkandidaten will Neururer aber nicht haben und erteilt möglichen Hoffnungen der potenziellen Neuzugänge direkt eine Absage: „Ein ‚einfach mal mit da zunehmen’ kommt nicht in Frage. Wir wollen schließlich eine starke Mannschaft für den MSV aufstellen. Dazunehmen können wir die Leute aus der eigenen Reserve, aber sicherlich keine Externen“, meint Neururer.

Wie beispielsweise Kevin Grund, der mit den Profis in Velden weilt. „Das ist eine Anerkennung für seine sehr guten Leistungen in der NRW-Liga“, berichtet der Coach.

Und der Youngster, der beim 1:3 gegen Austria Kärnten in der zweiten Hälfte auf der Position des linken Verteidigers auflaufen durfte, strahlt: „Es ist ein tolles Gefühl, bei den Profis zu sein. Ich wurde auch super aufgenommen und werde mit Sicherheit viel lernen“, ist Grund, der als Einziger aus dem Unterbau dabei ist, begeistert. „Das Tempo ist zwar viel höher, aber ich denke, dass mein erster Einsatz ganz okay war.“

Nicht ganz so zufrieden ist derweil Tobias Willi. Nach einem halben Jahr verletzungsbedingter Zwangspause ist die hohe Belastung für den Blondschopf wieder ungewohnt. „Ich bin richtig müde“, gesteht Willi, der am Dienstag eine Trainingspause einlegen musste. Grund: Gegen Kärnten bekam er einen Schlag auf den Fuß. Als Vorsichtsmaßnahme standen für Willi nur Kraftübungen auf dem Plan.

Auch Bernd Korzynietz ist angeschlagen. Ihn hat ein fiebriger Infekt aus der Bahn geworfen. Dennoch hat er einige Lauf-Runden gedreht. „Schwitzen ist doch gut gegen eine Erkältung“, grinst der ehemalige Wolfsburger, der seine Mähne abgeschnitten hat. „Ich hatte auf die langen Haare einfach keinen Bock mehr. Es ist Sommer und wir sind im Trainingslager. Da duscht man drei Mal am Tag. Mit einem Kurzharrschnitt muss ich nur einmal mit dem Handtuch drüber gehen und bin fertig. Das ist viel angenehmer.“

Und Korzynietz hat in Velden Besuch von seinem langjährigen Freund Marcel Ketelaer bekommen. „Er hat mir damals in Mönchengladbach gezeigt, wie man sich im Profigeschäft zurecht findet“, erzählt Korzynietz. Zudem ist Ketelaer der Patenonkel seines ältesten Sohnes Jaden. „Er hat in Kärnten zuletzt gespielt und wohnt in Österreich“, erklärt Korzynietz, wieso es zum Treffen im Hotel kam.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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