Die Bauarbeiter fordern 13 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeberseite lehnte es bislang ab, über zehn Prozent hinauszugehen. Es ist der erste große Streik, seit der neue Präsident Jacob Zuma im Mai in sein Amt kam. "Wir werden solange durchhalten, bis ein Angebot auf den Tisch kommt, das akzeptabel ist", sagte NUM-Sprecher Lesiba Seshoka. Die Gewerkschaft COSATU teilte mit: "Wir geben alles für den Erfolg der WM 2010. Wir werden aber nicht akzeptieren, dass die Stadien von Arbeitern gebaut werden, die unterbezahlt sind oder unter gefährlichen Umständen schuften müssen."
Der Streik verzögert die Baumaßnahmen an den letzten fünf WM-Stadien, die im Dezember fertig sein sollten. 50.000 NUM-Mitglieder sind damit und mit dem Bau des Nahverkehrssystems Gautrain beschäftigt. Schon in der Vergangenheit hatte der Arbeitskampf den Baufortschritt an mehreren WM-Stadien behindert. Lediglich das Prunkstück, das 94.700 Zuschauer fassende Soccer City in der Nähe von Johannesburg, blieb bislang von Arbeitsniederlegungen verschont.
