Hatte der einstige Weltmeister-Rennstall in den letzten Jahren im Verlauf einer Saison stets an Boden verloren, scheint die Richtung diesmal zu stimmen. "Wir haben uns stark verbessert, ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch weiter anhalten wird", sagte Rosberg: "Ich denke, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben."
Sechsmal in den bisherigen acht Rennen fuhr der in Wiesbaden geborene Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg in die Punkte, vor dem Großen Preis von Deutschland belegt Rosberg mit 15,5 Punkten Platz sieben in der WM-Wertung. Dabei hat er das Potenzial des Autos im Rennen unter anderem wegen misslungener Boxen-Strategien oft gar nicht ausschöpfen können. Wenn im Rennen mal alles passen sollte, hält Rosberg ganz klar einen Podiumsplatz für möglich. "In den letzten beiden Rennen waren wir das drittbeste Team hinter Red Bull und Brawn", sagt er und hofft auf eine weitere Steigerung in der Eifel: "Vielleicht klappt es ja an diesem Wochenende, auch wenn wir dafür ein bisschen Glück brauchen. Schließlich haben die beiden Teams vor uns ja insgesamt vier Autos am Start."
Im Training lief es noch nicht so rund. Rosberg, der schon viermal in dieser Saison die Bestzeit am Freitag geholt hatte, musste sich diesmal mit Platz 13 begnügen. Der frühere Formel-1-Pilot und heutige RTL-Experte Christian Danner traut Rosberg den Sprung aufs Podium aber auf jeden Fall zu. "Williams hat erstaunlicherweise in diesem Jahr Fortschritte gemacht. Und fahrerisch ist Nico eh klasse, ein Spitzenpilot", sagte Danner dem SID.
Mit Fragen nach seiner Zukunft geht Rosberg inzwischen gelassen um, nachdem er vor Saisonbeginn noch eine deutliche Steigerung von Williams als Bedingung für sein Bleiben eingefordert hatte. Interesse von anderen Teams wie McLaren-Mercedes oder BMW-Sauber wird nach wie vor immer mal wieder kolportiert. "Ich schaue mir meine Optionen an", sagt Rosberg: "Aber für den Augenblick ist es nur wichtig, dass ich mit meinem Team gut zusammenarbeite."
