Erwartet emotional wurde über die Hintergründe diskutiert, die am 23. Juni zur Trennung von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer geführt hatten.
Im Zentrum der Kritik stand in der Hamburger Messe der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann. Ralf Bednarek, Vorsitzender der mächtigen HSV-Gruppierung "Supporters", bemängelte den autoritären Führungsstil Hoffmanns sowie das Krisenmanagement des Klubs und bezweifelte, dass Beiersdorfer tatsächlich aus freien Stücken zurückgetreten sei.
Dem widersprach der Aufsichtsratsvorsitzende Horst Becker: "Didi wurde nicht entlassen. Es war sein eigener Wunsch. Der Aufsichtsrat hat alles getan, ihn zu halten, aber er hat sich nicht um einen Millimeter bewegt."
Hoffmann, der aus dem Kampf mit Beiersdorfer um Macht und Kompetenzen als Sieger hervorgegangen war, verteidigte sein Vorgehen, zeigte aber auch Selbstkritik: "Ich stehe inhaltlich dazu, dass ich als Vorstandsvorsitzender kritische Fragen stelle. Ich werfe mir vor, dass auch ich etwas mit der Situation zu tun habe, in der wir jetzt sind." Mit Blick auf Beiersdorfer fügte er hinzu: "Das ist aber auch eine Frage der Kommunikation."
Hoffmann bei HSV-Versammlung in der Kritik
"Didi hat sich nicht um einen Millimeter bewegt"
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