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Bochum II: Wie ein Jungspund vom Internet profitiert
Dank RevierSport: Papiere für Bari

Salvatore Bari kann sich glücklich schätzen, dass er gerade die Annehmlichkeiten eines Trainingslagers genießt.

Denn sämtliche Kosten für den Aufenthalt im noblen Hotel Klosterpforte in Marienfeld übernimmt der VfL Bochum. Ansonsten hätte Bari auch ein handfestes Problem. Denn pünktlich zur Abfahrt Richtung Ostwestfalen hat der Neuzugang am Montagmorgen seine Brieftasche verloren. „Ich habe Sascha Donougher mit dem Auto abgeholt. Davor muss mir das Portemonnaie abhanden gekommen sein“, berichtet Bari, der den Verlust allerdings erst am Dienstag bemerkte.

Versichertenkarte, Führerschein, Geld – alles weg. Es wären einige Behördengänge auf den Jungspund zugekommen. Wenn da nicht Frank M. Finke gewesen wäre. Der Bochumer Schriftsteller fand die Geldbörse an einer Straßenbahnhaltestelle. „Ich war gerade dabei, meinen Vater ins Krankenhaus zu bringen, daher hatte ich eigentlich gar keinen Kopf für so etwas“, berichtet Finke. Erst später schaute er sich das Fundstück genauer an und recherchierte im Internet über den Besitzer.

Zwei Klicks und eine E-Mail später war er beim Reviersport gelandet, der prompt den Kontakt zum Spieler herstellte. „Ich bin total erleichtert, dass sich alles so schnell geklärt hat“, atmet Bari auf.

Der 21-Jährige scheint von den neuen Medien so richtig zu profitieren. Denn auch der VfL wurde übers Internet auf den Offensivmann aufmerksam, nachdem man auf seine beeindruckende Trefferquote gestoßen war.

Die scheint er nun auch bei den Blau-Weißen fortzusetzen: Um sein Glück zu vervollständigen, erzielte Bari im Test gegen Rot-Weiss Ahlen prompt sein erstes Tor für den neuen Klub. Nach den ersten Tagen von Marienfeld bemerkt der Zimmerpartner von Christian Mengert: „Die Jungs sind alle super drauf. Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft einiges erreichen können.“ Und Bari liefert derzeit die besten Argumente für einen Platz in der Startelf.

Auch abseits des Feldes wird er seinen Weg gehen. Der wird ihn nach der Rückkehr aus dem Trainingslager zunächst zu Finke führen. „Ich hätte ihm die Sachen auch geschickt, aber er hat ein persönliches Treffen vorgeschlagen“, berichtet der Autor. Wohl wissend, dass er Teil einer kuriosen Geschichte ist.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport anne Castroper
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