Mittelfeldmann Gonzalo Vasquez kommt von Union Quilpue aus Chile, Linksverteidiger Leonardo Ribeiro von Flamengo Rio de Janeiro II. Was nach Samba am Rhein klingt, ist aber nicht viel mehr als Discofox. Meint jedenfalls Leverkusens Assistent Dirk Dreher, der betont: "Wenn die beiden mal bei unseren Profis landen sollten, müssten Ulf Kirsten und ich schon überragende Trainer sein."
Denn eigentlich sind die Südamerikaner nur zum Zeitvertreib der Stars in Leverkusen. Vasquez soll seinem Cousin Arturo Vidal das Heimweh nehmen, Ribeiro seinem Kumpel Renato Augusto. "Sie sind nicht des Fußballs wegen hier", stellt Dreher fest. Und dennoch reichten die Fähigkeiten des Duos immerhin aus, um als Kaderauffüller zu dienen. "Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht diese Kaliber, die man mal kurz in der Zweiten parkt, ehe sie in der Bundesliga durchstarten", bemerkt der Co-Trainer.
Wohl wissend, dass eher andere dafür verantwortlich sein werden, dass man den anvisierten einstelligen Tabellenplatz erreicht. Und das wird trotz der internationalen Verstärkung kein Selbstläufer, zumal mit Ausnahme von Routinier Markus Happe ausschließlich Jungspunde an Bord sind. "Der Markus versaut uns den Schnitt", grinst Dreher. Die gute Laune ist berechtigt, schließlich sprudelt die Talentquelle gerade richtig: Burak Kaplan ist fester Bestandteil der ersten Mannschaft, und auch Atanas Kurdov durfte mit Renato Augusto und Co. ins Trainingslager. Vasquez und Ribeiro passen derweil darauf auf, dass der Herd auch wirklich aus ist...


















