„ Man hat mich einfach gefragt, ob ich das nicht mal ausprobieren möchte. Ich war schon immer sehr experimentierfreudig und habe dann paar mal mit dem Gerät trainiert und es hat mir großen Spaß gemacht, sodass ich dabei geblieben bin.“
Im Gegensatz zur klassischen Armbrust, bestehen die heutigen Sportgeräte hauptsächlich aus leichten Metallen und Kunstoffen. Eine Wasserwaage ist ebenfalls für die richte Ausrichtung angebracht. Geschossen wird mit einem Bolzen.
Den Wechsel sollte die 25-jährige nicht bereuen. Bei ihrer ersten Teilnahme an den Landesmeisterschaften, holte sie mit 16 Jahren direkt Bronze. Mehrere Goldmedaillen sollten in der Damenklasse folgen. Sie gehört damit zu den erfolgreichsten Sportlerinnen der Stadt Gelsenkirchen.
Der große Höhepunkt wartet aber noch auf die erfolgreiche Sportlerin. Ende September reist Katharina Weissenfeld zum ersten Mal in ihrer Karriere zur Europameisterschaft nach Thaon-les Vosges in Frankreich. Eigentlich hatte die Schützin, die beim SV Polsum schießt, die Qualifikation verpasst:„ Bei dem entscheidenden Turnier wurde ich leider nur vierte. Da die Erstplazierte aber aus beruflichen Gründen absagen musste und eine Mannschaft aus drei Schützen bestehen muss, bin ich nun die lachende dritte.“
Trotz der sportlichen Erfolge, leben kann man vom Armbrustschießen nicht. „ Ich arbeite hauptberuflich bei der Stadt Gelsenkirchen. Reich werde von meinem Sport wohl nie, aber so geht es ja auch vielen anderen Sportlern.“
Auf die Unterstützung ihrer Familie und ihrer Freunde ist dafür um so mehr verlass. „Papa war immer da. Er hat mich damals zum Schießen gebracht und fährt auch heute noch überall mit hin. Er ist mein Trainer und motiviert mich ungemein. Zum Glück habe ich auch einen Partner, der mich immer so gut unterstützt, wie es geht.“
Die ganze Familie wird sie natürlich auch nach Frankreich begleiten. Für das Turnier hat Weissenfeld bereits Urlaub beantragt und genehmigt bekommen.
