"Man weiß ja, wie es im Fußball nach einer guten Vorbereitung abläuft", beschreibt der Schlussmann. Sein Zusatz: "Ich hoffe, dass es auch in der Saison so weitergeht."
Einen "sicheren Mittelfeldplatz" erhofft sich Scholz für den VfL II, um direkt einzuräumen: "So richtig kann ich es noch nicht einschätzen, weil die Liga neu für mich ist." In der vergangenen Saison hat er noch bei den fünftklassigen Sportfreunden Oestrich-Iserlohn den Kasten sauber gehalten, nun spürt er die höheren Anforderungen nach seinem persönlichen Aufstieg. "Das Tempo ist auch in den Einheiten viel höher. Aber man gewöhnt sich recht schnell daran", bemerkt der 21-Jährige.
Ob die Lernfähigkeit ihm direkt zu einem Stammplatz verhelfen wird, mag der Youngster allerdings noch nicht prognostizieren. Schließlich gibt es nicht nur das Duell mit Michael Esser, sondern auch die Gefahr von Abstellungen der Profi-Keeper Andreas Luthe oder René Renno. Scholz hat sich schon im Vorfeld des Transfers mit dieser Situation auseinandergesetzt. Und er ist zu einem Schluss gekommen: "Ich möchte die Chance nutzen, mich weiterzuentwickeln. Und ich will austesten, ob es noch weiter geht oder ob ich schon meinen Zenit erreicht habe."
Angesichts seiner Jugend erscheint die zweite Variante eher unwahrscheinlich. Doch Scholz hütet sich, verbal in die Offensive zu gehen. "Ich warte mal ab, was geschieht", erklärt der Keeper. Das gilt auch für seine Karriere neben dem Platz. Bis Ende November arbeitet er noch als Zivi in einem Iserlohner Krankenhaus, bis dahin muss er morgens um 6.30 Uhr aufstehen und kommt erst um 19.30 Uhr nach dem Training nach Hause.
Was er im Anschluss machen wird, da ist sich Scholz noch nicht so sicher. Es könnte auch davon abhängen, wie das Rennen um die Nummer Eins ausgehen wird...

