Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird keine Ermittlungen gegen Nationalspieler Lukas Podolski einleiten. Der Stürmer vom Bundesligisten 1. FC Köln war am Samstag beim DFB-Pokalspiel der ersten Runde bei Kickers Emden (3:0) an einigen umstrittenen Szenen beteiligt, die unter anderem den Verdacht auf Beleidigung und versuchte Tätlichkeit nahe legten.
Der Kontrollausschuss des DFB sieht die Voraussetzungen für krass sportwidriges Verhalten allerdings nicht als erfüllt.
Gegen Rizzo wird aber ermittelt
Podolskis Gegenspieler Rizzo hatte Podolski nach dem 3:0 der Kölner im Erstrundenspiel des DFB-Pokals am Samstag in Emden in einem TV-Interview beleidigt: "Ich war schon enttäuscht, auch menschlich. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt, aber auf dem Platz war er ein - ja - ein Arschloch."
DFB-Chefankläger Anton Nachreiner hatte daraufhin bereits Ermittlungen angekündigt und zum Vergleich das Beispiel von Mario Gomez (Bayern München) herangezogen. Der Nationalstürmer hatte in der vergangenen Saison im Trikot des VfB Stuttgart Gegenspieler Maik Franz (Karlsruher SC) mit demselben Ausdruck öffentlich tituliert und war dafür mit einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro belegt worden. "Wenn das in dem einem Fall gemacht wird, muss man in dem anderen auch handeln", sagte Nachreiner. Rizzo beteuert, die Aussage "positiv gemeint zu haben".
