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RWE: Vor dem Start
Strunz will die "Pferde" loslassen

Am Samstag klärt sich, ob Rot-Weiss Essen gegen den FCK II gewinnt und vor allem, ob das Georg-Melches-Stadion die bessere Gelsenkirchener Trabrennbahn ist.

Fünf Wochen Vorbereitung liegen hinter Rot-Weiss Essen und Teamchef Thomas Strunz. Fünf Wochen, in denen eine Menge geschehen ist. Überaus mäßige Testspielauftritte und vielversprechende Ansätze, die neue Essener Mannschaft präsentierte sich einigermaßen „unschätzbar“. Die Scouts des 1. FC Kaiserslautern II, dem ersten Gegner der neuen Saison, sind um ihre Aufgabe also nicht zu beneiden. Trotzdem sah Strunz wesentlich mehr Licht als Schatten: „Wir sind die Spiele ja mit unterschiedlichen Vorgaben angegangen, entsprechend sind sie auch unterschiedlich verlaufen.“

Vielmehr Wert als auf die Resultate legt der 41-Jährige auf die Feststellung, dass sich zwischenmenschlich etwas getan habe: „Viele kannten sich ja schon, teilweise aus ihren Ex-Vereinen, teilweise aus der Jugend, die Fußballwelt ist da doch immer etwas kleiner. Aber das Trainingslager und auch der Rest der Zeit haben sicher dazu beigetragen, dass mittlerweile schon etwas zusammengewachsen ist.“

Und die Mannschaft kann es kaum abwarten, den Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen. Zusätzlich heizen die Vorbereitungen in Sachen Stadionneubau auch teamintern die Euphorie an. „Ich vergleiche das mal mit Rennpferden, die in ihren Starthäuschen stehen und auf den Startschuss warten. Mit anderen Worten, die Mannschaft brennt“, berichtet der Europameister. Allerdings nicht, ohne noch einmal demonstrativ auf die Bremse zu treten. „Wir haben die Enttäuschungen der Vorsaison zwar alle gut verarbeitet, aber wir haben auch daraus gelernt, dass wir die Spiele nicht allein deshalb gewinnen, weil wir Rot-Weiss Essen heißen.“

Aber vielleicht, weil man sich auf den Gegner vorbereitet hat. Der Trainerstab hat den FCK jedenfalls schon einer genauen Untersuchung unterzogen. Strunz: „Ich habe sie gegen den Karlsruher SC II gesehen. Taktisch werden sie ähnlich auftreten wie in der vergangenen Saison. Das Spiel hat Kaiserslautern übrigens mit 0:2 verloren.“ Am Samstag hätten sicherlich die wenigsten Besucher an der Hafenstraße etwas dagegen einzuwenden, wenn es wieder so ausgeht - für RWE, versteht sich.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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