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Bayern will Bosingwa
"Wir warten auf ein Signal aus London"

Fußball-Rekordmeister Bayern München kämpft weiterhin um die Verpflichtung von Jose Bosingwa vom englischen Pokalsieger FC Chelsea. Das bestätigte Uli Hoeneß.

Obwohl er die über 50 Millionen Euro teure Einkaufstour vor der Saison eigentlich für abgeschlossen erklärt hatte, erneuerte Manager Hoeneß jetzt das Interesse an dem portugiesischen Nationalspieler. Der Verteidiger soll etwa 15 Millionen Euro Ablöse kosten. "Wir haben weiterhin Interesse an ihm. Denn wir brauchen noch einen starken, gelernten Abwehrspieler", sagte Hoeneß der Bild. Das gelte erst recht, wenn Franck Ribery ins Team zurückkehre und das Bayern-Spiel noch offensiver werde. Einen Plan B gibt es laut Hoeneß nicht: "Es geht nur um Bosingwa. Wir holen ihn oder keinen."

Bosingwa war erst im Vorjahr vom FC Porto nach England gewechselt, fühlt sich dort aber offenbar nicht wohl. Der Transfer schien im Juli bereits gescheitert, weil der Klub von Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack den schnellen Verteidiger nicht freigeben wollte. Nun wurde allerdings vereinbart, dass sich Chelsea nach dem englischen Supercup-Finale meldet. Das war am Sonntag mit einem Erfolg für Chelsea im Elfmeterschießen gegen Manchester United und mit Bosingwa in der Startelf über die Bühne gegangen.

Hoeneß: "Wir warten auf ein Signal aus London." Der Manager hatte kürzlich das Bemühen des FC Chelsea um eine Verpflichtung von Bayern-Star Franck Ribery abgeschmettert. Die Engländer sollen gut 40 Millionen Euro für den Franzosen geboten haben, worauf Hoeneß antwortete: "Was erwarten sie dafür - sein rechtes Bein?"

Bosingwa könnte der insgesamt achte Zugang an der Säbener Straße werden. Zuvor hatten die Bayern vor Saisonbeginn Mario Gomez, Anatolij Timoschtschuk, Ivica Olic, Danijel Pranjic, Edson Braafheid und Alexander Baumjohann verpflichtet. Zudem kehrte der bisher an den Karlsruher SC ausgeliehene Andreas Görlitz zurück.

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