Für die gesamte Dortmunder Mannschaft war die Partie beim HSV ein Spiel, „in dem nichts funktionierte.“ Mit diesen Worten umschrieb BVB-Innenverteidiger Neven Subotic die zuvor auf den Platz gebrachte Leistung, und unterstrich dann mit bedrückter Miene: „Das war sicher nicht unsere Norm, wie wir in Hamburg gespielt haben. Wir haben nicht unser normales Gesicht gezeigt, sondern fahrlässig gehandelt. Das darf auf diesem Level einfach nicht passieren.“
Gegen Stuttgart am nächsten Spieltag muss auch der 20-Jährige, der gegen den HSV zumindest bei zwei Treffern in der Verlosung hing, wieder in die Spur zurückfinden. Doch das gilt eigentlich für alle BVB-Profis, die am Samstag auf dem Platz standen: Unkonzentriert und langsam in der Antizipation ergaben sich die Borussen fast vor dem Hamburger Offensiv-Wirbel. Vieles erinnerte an die 1:4-Pleite in Hoffenheim aus der letzten Saison, als ähnlich wenig gelang.
Der serbische Nationalspieler wollte dieser Analyse gar nicht widersprechen, und versprach stattdessen Wiedergutmachung: „Wir werden in der nächsten Woche hart daran arbeiten, dass wir gegen den VfB so aus der Kabine kommen, wie wir es normalerweise tun. Wir werden wieder von der ersten Minute an wach sein.“
Anstatt gegen die „Rothosen“ hellwach in die Partie zu gehen, erwischten die Dortmunder einen echten Kaltstart - daran konnte auch Nelson Valdez‘ früher Ausgleich nichts ändern. Subotic fand das „besonders bitter“, weil es gegen den HSV passiert ist: „Wir hatten uns viel vorgenommen. Stattdessen verlieren wir in Hamburg auf so eine komische Art. Das ist ein richtiges Scheiß-Gefühl.“
Es waren deutliche Worte, die die Überraschung der letzten Saison gewohnt offen in die Mikrofone sprach. Und genauso hart, wie er über die Mannschaftsleistung urteilte, bewertete er auch seine eigene Leistung: „Die meisten ‚Fifty-Fifty‘-Zweikämpfe habe ich verloren. Das war zu wenig – auch von mir.“ - Und Einsicht ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.


