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Bochums Allrounder
"Heutzutage ein Geschenk"

Rouven Schröder ist ein gefragter Mann. Neben seiner Tätigkeit im Marketing-Bereich des VfL Bochum ist er nun auch "Co" von U23-Coach Nico Michaty.

Darüber hinaus schnürt der Ex-Profi bei der Zweitvertretung auch selbst noch regelmäßig die Stiefel, aber nur, wie er betont, „wenn ich keinem dabei im Weg stehe. Wir haben einen starken und ausgeglichenen Kader, da muss kein 34-Jähriger irgendeinem Talent den Weg blockieren.“

Es sei denn, dieses Talent trägt ein gegnerisches Trikot. Denn laut Michaty ist Schröder in erster Linie Fußballer. Und zwar aktiver. „Wenn Not am Mann ist, kann man eingreifen, Sachen ansprechen und auch mal deutliche Worte finden. Das muss schon mal sein, wenn man junge Leute formt, die oben angreifen möchten“, erklärt der Marketing-Fachmann und legt nach: „Aber im Endeffekt ist es jedem einzelnen selbst überlassen, wie er sich einbringt. Die Jungs müssen sich zeigen und Erfahrungen sammeln. Das geht nicht, wenn man auf der Bank, oder sogar auf der Tribüne sitzt.“

Auf dem Platz lässt er der nächsten Generation den Vortritt, schließlich soll die „Verjüngungskur“ nach den Abgängen von David Zajas, Sami El-Nounou, David Klinger und Dilaver Güclü fruchten. „Das war ein wichtiger Schritt. Jetzt sind wir dem Titel U23 auch würdig. Außerdem ist es spannend, wie sich plötzlich ganz neue Hierarchien entwickeln“, erklärt Schröder, der sich vor allem an der Entwicklung von Oliver Zech erfreut: „Er bringt seit geraumer Zeit konstante Leistungen und hat sich extrem weiter entwickelt. Da sieht man mal, welche Entwicklungsprozesse möglich sind. Bei Jürgen Duah ist es ähnlich. Er ist kein Lautsprecher auf dem Platz, das braucht er auch gar nicht, aber er ist ein absoluter Musterprofi, der durch sein gesamtes Auftreten überzeugt.“

Und von Cheftrainer Marcel Koller belohnt wurde. Duah trainierte in der Vergangenheit regelmäßig bei den Profis mit, begleitete sie sogar ins schweizerische Trainingslager.
Aktuell beschäftigt sich Schröder mit dem Gegner vom Samstag, dem SV Waldhof Mannheim. Der wirft vor allem die Routine seiner Akteure in die Waagschale. Und eine eindrucksvolle Kulisse, die auf den Bochumer Nachwuchs wartet.

„Das ist schon eine großartige Sache für die Jungs. Da wird es richtig voll, man kann sich präsentieren. Wir müssen ordentlich dagegen halten, allein spielerisch kann man da nicht bestehen. Da muss man Paroli bieten und sich freischwimmen. Das wird eine richtig schöne Aufgabe“, prognostiziert Schröder, der Herausforderungen offensichtlich schätzt – auch bei seinem Büro-Job im Stadioncenter an der Castroper Straße.

„Klar, irgendwie sind das schon drei Jobs auf einmal, aber es macht riesig Spaß, das alles zu bewerkstelligen. In der heutigen Zeit ist diese Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, ein absolutes Geschenk. Ich werde von allen Seiten großartig unterstützt und bin dafür unendlich dankbar.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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