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Boris ist heiß
"Die Platte ist auf Stufe drei gestellt"

Michael Boris ist ein Fußball-Verrückter. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass er Felix Magath angesprochen hat, ob er nicht bei ihm hospitieren dürfe.

Gesagt, getan. Boris hat das Vereinsleben der Königsblauen 14 Tage lang intensiv studiert. „So etwas nettes und offenes habe ich noch nie erlebt“, steht er immer noch unter den Einflüssen, die sich ihm in Gelsenkirchen geboten haben. „Ich durfte überall mit reinschnuppern und zu hören. Bei den Teambesprechungen, beim Nachwuchskonzept zusammen mit Trainer Uwe Scherr oder auch bei den Spieler-Gesprächen konnte ich dabei sein“, leuchten die Augen des 34-Jährigen, der sich samstags auch regelmäßig die Regionalliga anschaut.

Schmunzelnd fügt Boris an: „Ein kleines Magath-Gen habe ich mit nach Windeck genommen. Wir haben ja auch sechs Punkte aus zwei Spielen geholt.“ Und an Magaths Methoden will er unbedingt anknüpfen. „Ich hatte schon immer ein gutes Bild von ihm, aber nach den 14 Tagen ist es sensationell. Denn über allem steht der Erfolg. Über jeder Handlung, über jedem Satz, einfach über allem. Das ist unglaublich.“

Aber nicht nur zu Herrn Magath, wie Boris seinen Kollegen ehrfurchtsvoll begrüßte, auch zu den Spielern wie Kevin Kuranyi oder Manuel Neuer hatte er Kontakt. „Die haben sich sogar für mich interessiert“, hebt Boris die Augenbrauen und kann eine Tatsache nicht fassen: „So viele Leute wie dort zum Training marschieren, habe ich nicht beim Heimspiel.“

Wie es auch sei, Boris hat Blut geleckt. „Ich habe überlegt, ob ich den Fußballlehrer überhaupt machen möchte.“ Doch diese Entscheidung haben ihm die Schalker und allen voran Felix Magath abgenommen: „Jetzt steht für mich fest: Ich melde mich an. Denn das war Motivation pur. Ich brenne ja sowieso wie ein Herd. Aber jetzt ist die Platte bei mir auf drei hochgestellt.“

Der ehemalige Homberger ist halt ein Fußball-Verrückter.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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