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Lapaczinski-Ziel
Bei S04 "noch persönliche Ziele"

Schalke hat Kurs gehalten. Mit 16.495 Besuchern in der Arena hat der Verein am Montag gegen RWE den Zuschauerrekord für die vierte Liga geknackt.

Das dies gelang, dazu haben neben gut 7.000 mitgereisten Fans aus Essen knapp 10.000 Schalke-Anhänger beigetragen.
Zudem wurde der Rivale und große Favorit aus Essen mit einem 1:0 zurück über die Stadtgrenze geschickt.

Viel Zeit hatte die Truppe von Trainer Oliver Ruhnert nicht, den Erfolg auszukosten. Bereits am morgigen Freitag steht in Münster bei den Preußen der nächste Kracher auf dem Programm. Denn nach dem Derby ist vor dem Westfalenschlager. Personell kann Ruhnert fast aus dem Vollen schöpfen, nachdem auch Torjäger Christian Erwig wieder rechtzeitig fit wurde. Wie wichtig der für das Team ist, bewies sein Siegtreffer gegen RWE.

„Es kommt jetzt ganz entscheidend darauf an, die Euphorie aus dem Sieg gegen Essen in die richtigen Bahnen zu lenken. Meine Jungs waren am Montagabend zu Recht auf Wolke Sieben. Aber das war nicht das Highlight der Saison“, warnt Ruhnert davor, den Sieg gegen die in den ersten 30 Minuten haushoch überlegenen Essener nicht richtig einzuordnen.

Für genau solche Momente wurde vor der Saison Denis Lapaczinski aus Reutlingen verpflichtet. Der ehemalige U21 Nationalspieler hat immerhin 35 Bundesligaspiele auf dem Buckel und in seiner Karriere solche Kulissen schon häufig erlebt. „Für mich war es das vierte Spiel in der Arena“, erinnert sich Lapaczinski an zwei Partien mit Hertha BSC Berlin und eine mit Hansa Rostock gegen seinen jetzigen Arbeitgeber. „Aber für viele Jungs bei uns in der Mannschaft war es das erste Mal vor so einem Publikum. Da wird das nächste Spiel besonders schwierig. Gut, dass wir in Münster auch mit einer größeren Kulisse rechnen können“, kennt Lapaczinski die Tücken des Geschäfts genau.

Der Ex-Profi hat seinen Innenbandanriss im rechten Knie auskuriert. Gegen Essen kam er bereits zu seinem ersten Kurzeinsatz für die Knappen. „Für 90 Minuten reicht es bei mir noch nicht“, will sich der „Oldie“ im Team der Knappen langsam wieder an sein altes Niveau heranarbeiten.

„Natürlich besteht meine Hauptaufgabe darin, unsere vielen jungen Talente zu führen. Aber ich habe auch noch persönliche Ziele. Sonst hätte ich den Schritt nach Gelsenkirchen nicht gemacht“, will sich Lapaczinski, den viele Experten einst als kommenden Nationalspieler gesehen haben, mit guten Leistungen noch einmal für einen höherklassigen Verein empfehlen.

Dann allerdings nicht mehr ohne Fallschirm. „Deshalb werde ich ab Herbst parallel an der Universität in Düsseldorf ein Studium im Bereich Sportmanagement beginnen“, will Lapaczinski gewappnet sein, sollte es mit dem Comeback als Berufssportler nichts mehr werden.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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