Was in der Vorsaison gelang, will bis jetzt einfach nicht klappen: Christopher Kullmann, in der Regionalliga noch Dortmunds Torgarant, wartet auch nach vier Spieltagen in der 3. Liga noch auf seinen ersten Treffer. 360 Minuten ohne Tor – so mancher Stürmer fängt da an, an sich zu zweifeln. So weit ist es bei dem 22-Jährigen allerdings noch nicht gekommen.
„Na klar fühlt man sich ein wenig angeschossen, wenn man nicht trifft. Das ist normal. Aber ich kann mit der Situation umgehen“, bekräftigt der frühere Magdeburger: „Zuletzt fehlte manchmal auch einfach nur das Glück. Ich bin ja nicht fahrlässig mit meinen Möglichkeiten umgegangen.“
Das Glück, das selbst der beste Angreifer so dringend braucht, versucht sich Kullmann deshalb in jeder Trainingseinheit zurückzuholen. Dass er mittlerweile wieder bei den Amateuren – und nicht mehr bei den BVB-Profis trainiert – hat dem Engagement des siebenfachen Bundesliga-Spielers nicht geschadet.
Sein Coach Theo Schneider bestätigt diesen Eindruck: „Kulle arbeitet genauso hart wie vorher. Ich glaube, er ist in einer ‚Jetzt erst recht’-Stimmung. Die Entscheidung, wieder bei uns mitzutrainieren, hatte auf keinen Fall Auswirkungen auf seine Motivation.“
Und auch Kullmann selbst versichert, keineswegs Frust zu schieben: „Natürlich ist das schade. Aber auf dem Platz spielt das keine Rolle. Ich kann auch damit umgehen.“ Mit guten Leistungen, das weiß auch der 19-fache Torschütze der letzten Saison, kann es schnell wieder nach oben gehen.
Was der Stürmer deshalb braucht, sind Tore – am besten schon am Freitag in Ingolstadt: „Ich habe in jedem Spiel einen Schritt nach vorne gemacht, spielerisch und kämpferisch. Gegen Offenbach waren wir auch schon die stärkere Mannschaft. Warum sollte uns das gegen den FC nicht auch gelingen?“ Es würde allen gut tun – Kullmann und der Borussia.

