"Dass wir nicht so viel Geld haben, ist bekannt. Ich war von Anfang an informiert, dass wir nicht investieren können. Die Situation ist nicht besorgniserregend, ich habe keine Sorgenfalten", sagte Magath am Donnerstag.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies bestätigte dem Sport-Informations-Dienst (SID) derweil eine gemeinsame Recherche des Fachmagazins Kicker und des Express, wonach Schalke 04 sich die Gazprom-Millionen auf einen Schlag habe auszahlen lassen. "Der große Teil der Einmalzahlung ist fest angelegt", teilte Tönnies mit. Laut der Berichte hatte Schalke das Recht auf jährliche Zahlungen an ein Londoner Finanz-Unternehmen abgetreten und dafür knapp 30 Millionen Euro erhalten. Geld vom Hauptsponsor fließe an die Königsblauen nur noch in Form von Prämienzahlungen.
Magath hat "graue Haare" wegen Freiburg
Magath ließen die Berichte kalt. Das Duell mit dem SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky und Liga total) bereite ihm "deutlich mehr graue Haare" als der Schalker Schuldenberg, der, wie seit der Jahreshauptversammlung im Juni bekannt ist, auf etwa 136,5 Millionen Euro angewachsen ist.
Kurzfristige Spielerverkäufe seien dennoch nicht geplant. "Es gibt keinen neuen Stand, was Transfers angeht. Es hat sich kein Klub gemeldet - für niemanden", sagte Magath. Zudem seien Finanzen "nicht sein Thema": "Ich bin, auch wenn der eine oder andere das nicht versteht, hier nicht für alles zuständig."
Rückschlag für Jones, Neuer mit Fieber
Mittelfeldspieler Jermaine Jones muss noch weiter auf sein Comeback beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 warten. Der ehemalige deutsche und künftige US-Nationalspieler musste nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining zu Beginn der Woche erneut pausieren. "Wir wollen bei ihm vorsichtig sein", sagte Trainer und Manager Felix Magath am Donnerstag: "Wir warten jetzt, bis der Arzt uns ein Zeichen gibt." Bei Jones war im Juni ein Haarriss im linken Schienbein festgestellt worden.
Am Donnerstag fehlte beim Training des Bundesliga-Dritten auch Nationaltorwart Manuel Neuer. "Er liegt mit Fieber zu Hause", berichtete Magath, der allerdings mit dem Einsatz seines Stammkeepers im Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) gegen den SC Freiburg rechnet: "Ich gehe davon aus, dass er im Tor steht."
Grossmüller soll ausgeliehen werden
Mittelfeldspieler Carlos Grossmüller steht derweil vor der Rückkehr in seine Heimat Uruguay. Der 26-Jährige, der im August 2007 vom FC Danubio aus Montevideo für geschätzte 3,5 Millionen Euro zu den Königsblauen gewechselt war, erhielt von Trainer und Manager Felix Magath die Zusage für einen Wechsel zu seinem Ex-Verein. "Ich habe mich mit ihm geeinigt, dass er für ein Jahr ausgeliehen wird", sagte Magath am Donnerstag.
Grossmüller bestritt für Schalke nur 13 Bundesliga-Spiele und wurde in der vergangenen Saison aus disziplinarischen Gründen in die zweite Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, verbannt. Der Uruguayer gilt als einer der größten Fehleinkäufe des früheren Schalker Managers Andreas Müller. Unter Magath kam er in der laufenden Saison noch nicht eine Minute zum Einsatz.

