Startseite

BVB II: Ende der Flaute?
Ginczek will endlich wieder ballern

Englische Wochen haben durchaus auch etwas Gutes: Nach der bitteren 1:2-Pleite in Jena blieb dem BVB II kaum Zeit, sich zu sehr den Kopf zu zerbrechen

Denn schon am heutigen Sonntag wartet die nächste Aufgabe auf das Team von Trainer Theo Schneider. Um 14 Uhr treffen die Schwarz-Gelben im Signal Iduna Park auf Dynamo Dresden und haben dort die Möglichkeit, die negativen Erlebnisse der letzten Tage vergessen zu lassen.

Mit einem „Dreier“ gegen den verletzungsgebeutelten Traditionsklub könnte der BVB den Anschluss ans Mittelfeld herstellen und sich vor den wegweisenden Partien gegen Heidenheim und Wuppertal etwas Luft verschaffen. Die Dortmunder müssen dabei jedoch auf Youngster Julian Koch verzichten. Der Rechtsverteidiger zog sich in Jena einen Bruch des Mittelhandknochens zu und fehlt seinem Team in den nächsten zwei bis drei Wochen.

Im Zentrum des Interesses werden auch gegen Dresden wieder die Angreifer der Borussia stehen. Seit sieben Spielen warten Daniel Ginczek und Christopher Kullmann – das Erfolgsduo der Vorsaison – mittlerweile auf einen eigenen Treffer.
„Ich spiele derzeit sicher unter meinen Möglichkeiten“, gibt Ginczek offen zu und sucht nach Gründen für die ungewohnte Flaute: „Die Umstellung spielt eine kleine Rolle. Aber daran würde ich es nicht festmachen. Es ist allerdings so, dass man in einen Negativrausch kommt, wenn man lange nicht trifft. Ich muss lernen, damit umzugehen.“

Abhilfe könnte der erste Kurs der neu gegründeten BVB-Akademie schaffen, der nächste Woche für den Dortmunder Nachwuchs startet. Das Thema: Wie gehe ich mit Negativerlebnissen um und wie verarbeite ich Stresssituation. Der 18-Jährige freut sich über die Hinweise, die er dort erhalten soll: „Ich nehme alles auf, was mich besser macht. Ich habe noch Probleme, wenn meine erste Aktion im Spiel schief geht. Ich hoffe, dass mir der Kurs zeigt, wie ich mich danach pushen kann.“

Gegen Dresden muss Ginczek indes noch selbst mit seiner Negativserie klar kommen. Vertrauen und Hoffnung zieht der U19-Nationalspieler vor allem aus den Erlebnissen aus der Vergangenheit. „Ich habe immer ein paar Spiele gebraucht, bis ich mich an die Liga gewöhnt habe. Das war in der A-Jugend so und in der Regionalliga auch. Aber dann ist die Ballerei wieder losgegangen“, erinnert sich der Angreifer und muss dann selbst über seine Wortwahl schmunzeln.

Damit aus dem Schmunzeln bald auch wieder ein Lachen wird, würde der 1,88 Meter große Stürmer sogar gegnerische Mithilfe in Anspruch nehmen. Hauptsache, die Kugel rollt über die Linie: „Und wenn ich angeschossen werde…“ Ob ihm die Dresdner Verteidiger diesen Gefallen tun?

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport beim BVB
die Facebookseite für alle BVB-Fans

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.