Die Ränge waren am Samstag zwar nicht vollständig gefüllt, aber die anwesenden Zuschauer wurden Zeugen eines bereits sehr ansehnlichen Spiels und vor allem konnten sich die Anhänger der RWE Volleys einen Eindruck von den Neuzugängen verschaffen.
In einer Reihe von hochklassigen Vorbereitungspartien war der vielfache holländische Meister und Pokalsieger Dynamo Apeldoorn zu Gast in der Dieter-Renz-Halle. Das Match wurde nach vier Sätzen beim Stand von 2:2 (25:23, 20:25, 22:25, 29:27) beendet. Der Gegner, der sich vom Leistungsniveau zumindest auf Höhe der RWE Volleys befand, erwies sich als guter Kontrahent, der zudem einige Schwächen der Bottroper aufzeigte, wie auch der Co-Trainer und Sportliche Leiter Michael Werzinger eingestehen musste: „Dynamo Apeldoorn hat schon ein hochwertiges Team.“
Aber noch bleibt genug Zeit, die Fehler abzustellen. „Spielerisch war es okay. Wir haben aber auch gesehen, dass wir noch einige Probleme im Zuspiel und in der Annahme haben. Wir spielen noch nicht intelligent genug“, analysierte Werzinger. Das Spiel weckte aber bereits die Vorfreude auf die anstehende Saison. Die Neuzugänge hinterließen einen vielversprechenden Eindruck, allen voran der kamerunische Nationalspieler Jean-Merlin Nziemi, der von Lausanne UC ins Ruhrgebiet wechselte. In guter Form präsentierte sich auch der Mittelblocker Jan Romund, und Libero Jan Kampa feuerte seine Teamkollegen sowie das Publikum unermüdlich an.
Während die RWE Volleys gegen Dynamo Apeldoorn besser ins Spiel fanden und sich auch verdient den ersten Satz sicherten, stellten anschließend die holländischen Gäste ihre Klasse unter Beweis. Im vierten Satz, der die Spielentscheidung für Apeldoorn gebracht hätte, machten es die Gastgeber noch einmal so richtig spannend. Das Team von Neu-Trainer Teun Buijs vergab zunächst zwei Satzbälle. Dem Außenangreifer Joram Maan - der neue Kapitän der Bottroper - gelang gegen seinen alten Verein der erneute Ausgleich. Und im dritten Anlauf entschieden die RWE Volleys den vierten Satz schließlich mit 29:27 für sich.
Da um 20 Uhr noch das zweite Highlight des Tages, das Duell zwischen der deutschen und niederländischen Frauen-Nationalmannschaft, anstand, wurde auf den fünften und damit spielentscheidenden Satz verzichtet.
