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VfL II: Spitze winkt
Michaty-Elf peilt Platz eins an

Am Samstag bietet sich der Elf Nico Michatys die große Chance, mit einem Sieg in Saarbrücken für eine Nacht die Tabellenspitze der Regionalliga zu erobern.

Schließlich spielt der bisherige Tabellenführer aus Lotte erst am Sonntag beim Bonner SC. Wirklich glücklich darauf angesprochen zu werden, ist der Übungsleiter der Bochumer aber nicht. „Ruhig Blut“, wiegelt Michaty ab, der derzeit alle Hände damit zu tun hat, die aufkeimende Hochstimmung bei seiner jungen Mannschaft in die richtigen Bahnen zu lenken.

Und so warnt er vor dem „Gipfeltreffen“ beim 1. FCS: „Dort herrscht nach dem Auswärtssieg in Mannheim eine richtige Euphorie, gegen uns werden rund 7.000 Zuschauer erwartet. Das wird ein ganz schweres Spiel.“

Von der Klasse der Saarländer konnte sich Michaty vor einigen Wochen selber ein Bild machen. Denn der VfL-Coach nahm den Aufsteiger beim Auswärtssieg an der Essener Hafenstraße genau unter die Lupe. „Die Saarbrücker haben zwei ganz gefährliche Spitzen, sehr starke offensive Mittelfeldspieler und auch ansonsten eine sehr gute Mischung in der Tuppe“, gibt er Einblick in seine Erkenntnisse.

Verstecken müssen sich die Bochumer aber freilich keineswegs vor den Gastgebern. Nicht nur, weil die Defensive der Blau-Weißen bislang in allen Spielen ausgesprochen sicher stand - erst vier Gegentore sind der drittbeste Wert der Liga. Denn der Last-Minute-Derbysieg gegen Schalkes „Zwote“ hat die tolle Moral der Bochumer Youngster bewiesen und für noch mehr Rückenwind gesorgt. „Das war ein Wahnsinns-Spiel. Im Moment läuft es einfach richtig gut bei uns“, freut sich Michaty. „Die Mannschaft hat durch die lange Serie von ungeschlagenen Spielen mächtig Selbstvertrauen getankt. Außerdem zeichnet sie ein richtig guter Teamgeist aus.“

Zu bewundern war dieser auch nach dem Sieg gegen Schalke, als die gesamte Mannschaft im Klubheim des Lohrheide-Stadions die Partie der VfL-Profis in Hoffenheim verfolgte. Und auch wenn diese mit 0:3 unterging, gab es für die Bochumer doch allen Grund sich zu freuen. Denn schlißlich feierte mit Mirkan Aydin ein Akteur aus dem Kreise der zweiten Mannschaft ab der 62. Minute sein Bundesligadebüt. „Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie die Mannschaft Mirkan angefeuert hat und sich für ihn gefreut hat“, berichtet Michaty, der auch in Saarbrücken ohne zu murren auf seinen bislang besten Torjäger verzichten würde.

„Ich sehe das nicht mit einem weinenden und einem lachenden, sondern nur mit lachenden Augen“, versichert er. „Schließlich ist es unsere Hauptaufgabe, junge Spieler an den Kader der ersten Mannschaft heranzuführen. Vor allem, nachdem wir in den vergangenen Jahren immer wieder für unsere Nachwuchs-Arbeit kritisiert wurden, tut das richtig gut.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport anne Castroper
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