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Stimmen zum Debakel
"Das war eine blutleere Vorstellung"

Der MSV ist auf dem besten Weg, sich alle Sympathie zu verspielen. Nach dem Debakel gegen Bielefeld haben die Protagonisten aber klare Worte gefunden.

Peter Neururer konnte die zweite Klatsche innerhalb von nur sechs Tagen nicht verstehen: „Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht das verspielen, was wir uns seit November letzten Jahres aufgebaut haben. Es war bei uns wie in Kaiserslautern. Wir hatten nicht ein oder zwei Ausfälle, sondern gleich neun Mann, die neben sich standen. Wir sind gemeinschaftlicher untergegangen. Nach so einer Pleite liegen wir jetzt am Boden. Aber wir werden wieder aufstehen, hoffentlich schon am Dienstag in Mönchengladbach.“

Thomas Gerstner war überglücklich und resümierte entspannt: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute alles richtig gemacht. Wir haben das Spiel kontrolliert und bestimmt. Am Ende haben wir auch in dieser Höhe verdient gewonnen, weil wir die Verunsicherung des MSV ausgenutzt haben.“

Tom Starke war stinksauer: „Wenn man sagt, dass wir von der Rolle waren, ist es untertrieben. Wir haben keine Körpersprache gezeigt, keinen Spielaufbau, einfach nichts. Das war eine blutleere Vorstellung.“

Kapitän Björn Schlicke kann es nicht mehr hören, dass die Abwehr versagt hat: „Das ist Unsinn. Es ist nicht nur die Defensive, sondern das gesamte Team. Wir haben uns in allen Mannschaftsteilen die gleichen Fehler wie in Kaiserslautern geleistet. Das darf nicht sein.“

Ironisch legt er nach: „Wir haben keine Bälle verloren, weil wir sie gar nicht erst hatten.“

Auch Bernd Korzynietz schüttelte nur den Kopf: „Das war gar nichts. So einen Auftritt kann man nicht erklären.“

Der gleichen Meinung war auch Christian Tiffert, der es dann aber versuchte: „Wir haben uns keine einzige Chance erarbeitet und Bielefeld hat uns ausgespielt. Jetzt ist die Verunsicherung nach zwei Klatschen groß. Das ist bedenklich.“

Debütant Sören Larsen, der noch keine Bindung zum Spiel hatte, fasste zusammen: „Die langen Bälle aus der Abwehr sind bei Sandro Wagner und mir nie angekommen. Es war einfach nicht unser Tag.“

Zu seiner Person meinte er: „Meine Gedanken und die Ausführung stimmen hier noch nicht überein. Meine Kollegen in der dänischen Nationalelf wissen, wie ich mich bewege. In Duisburg benötige ich noch ein bisschen Zeit, aber wir werden alle unsere Ziele erfüllen. Das spüre ich.“

Caiuby, der wegen einer Leistenverletzung gegen die Arminia zum Zuschauen verdammt war, hofft, im DFB-Pokal in Mönchengladbach wieder dabei zu sein. „Ich denke, dass ich bis Dienstag wieder fit sein werde.“

Sandro Wagner resümierte: „Das war absoluter Mist. Wir haben nichts von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Das ist enttäuschend. Wir verstehen auch, dass die Fans sauer sind. Aber es ist noch nicht viel passiert. Wenn wir in Gladbach weiterkommen, sieht die Welt schon wieder besser aus.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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