Denn die haben schon fast etwas von Ballyhoo. „Ich habe da irgendetwas von zwölf ungeschlagenen Spielen gehört. Dann wäre es am Samstag Nummer 13. Als Unglückszahl würde das ja gut passen...“, schmunzelt der Coach. Uwe Erkenbrecher klärt auf: „Das ist eine imposante Serie. Und wir haben so richtig Lust, die zu brechen.“
Nach den letzten Last-Minute-Rückschlägen übt das Duo die Flucht nach vorn. Und lebt der Mannschaft das nötige Selbstbewusstsein vor - nicht zu verwechseln mit mangelndem Respekt. Auch wenn die Ostwestfalen zuletzt das ein oder andere Mal das Glück eines Spitzenreiters beanspruchen mussten. „Für einen 1:0-Sieg bekommst du auch nur drei Punkte. Und bei zwölf Partien kann man nicht mehr allein von Glück sprechen. Man wusste ja auch, dass die eine gute Mannschaft haben.“
Doch auch wenn die Lotter hinter vorgehaltener Hand vor der Saison durchaus schon mal als Geheimfavorit genannt wurden, überrascht der Erfolg. Zumal mit Silvio Pagano und David Czyszczon gleich zwei Ex-RWE-Akteure, die an der Hafenstraße durchgefallen sind, beim Team von Mike Walpurgis zu Führungsfiguren reiften. Aussem macht dafür in erster Linie das im Gegensatz zur Hafenstraße ungleich beschaulichere Umfeld verantwortlich.
Erkenbrecher, der die beiden zwar nicht mehr „miterlebte“, will solche Phänomene dennoch nicht mehr allzu oft miterleben: „Natürlich werden es nie alle schaffen, sich hier durchzusetzen. Aber dass Spieler hier nicht zurecht kommen, muss die Ausnahme bleiben. Vor allem, wenn man damit auch noch den Gegner stärkt.“


















