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| Rund um die Hafenstraße [Archiv 2005 - Juni 2010] |
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RWE: Mitja Schäfer ist Allrounder und Kopfmensch
„Jungs heiß,keiner dabei der irgendwie satt ist"
Essen (RS).
Defensiver Allrounder und Kopfmensch! Mittelfeld, Dreierkette, Universität - überall kann man Neuzugang Mitja Schäfer
platzieren. Der 27-jährige (1,85 Meter, 85 kg) Linksfuß und Student
der Wirtschaftsinformatik erfüllt diese Jobs. Schäfer gehört zu den
Akteuren - verbreitet wird, es wären satte neun -, die auch bei RW
Ahlen im Gespräch waren, dem Ex-Club von Essens Coach Heiko Bonan,
dann aber mit dem Trainer lieber zur Hafenstraße gingen (Torjäger
Lars Toborg soll widerstanden haben). Wie auch immer, ohne geleistete
Signatur ist man nirgendwo gebunden! Das gilt auch für den 63-
fachen Regionalligaspieler, der jetzt bis 2008 in Bergeborbeck anheuerte (mit Verlängerungsoption). Sein Ursprungsclub ist der kölsche TuS Höhenhaus (bis 1998), eine weitere Station waren die Amateure des dortigen 1.FC, danach führte der Weg zum damaligen Zweitligisten LR Ahlen (heute RWA), dann zu Erzgebirge Aue.
[b]Mitja Schäfer, was sind Sie zuerst, Kölner oder Deutscher?[/b]
In Köln gibt es nur eine Antwort. Aber ich komme im Revier gut klar,
mir macht es richtig Spaß. Ich war ja auch lange nicht mehr in der Gegend. Aktuell wohne ich wieder im Haus meiner Eltern in Köln, aber
mittelfristig werde ich mir eine Wohnung in Essen suchen.
[b]
Sie waren zuletzt lediglich ein Jahr in Aue...[/b]
Richtig, das war allerdings nicht die beste Saison. Ich war bestimmt
nicht überragend, das ist alles nicht so gelaufen. Aber nachkarten soll man nicht.
[b]
Immerhin kommt Ihre Freundin Eileen aus der dortigen Gegend...[/b]
Wir sind erst wenige Monate zusammen, ob sie mitkommt, steht noch nicht fest, das ist alles noch ein bisschen schwierig.
[b]Was macht Ihr Studium der Wirtschaftsinformatik an der Uni Münster?[/b]
Das läuft immer noch. Es ist natürlich nicht einfach, auch wenn ich
jetzt nach dem Jahr in Aue wieder näher dran bin. Ich denke, ich werde das Studium parallel zum Fußball nicht beenden können, weil ja
auch irgendwann Anwesenheitspflicht bei Seminaren besteht. Nur
mit dem Internet geht es nicht. Allerdings, wenn ich etwas anfange,
dann bleibe ich auch bis zum Ende am Ball. Allerdings bin ich in erster Linie Fußballer, worauf ich mich voll konzentriere. Auch wenn es für mich wichtig ist, gleichzeitig etwas anderes zu haben.
[b]Ein weiser Mensch hat ausgerechnet, Sie seien einer von vielleicht
neun Akteuren, die unter Umständen nach Ahlen gegangen wären, wenn Heiko Bonan dort Trainer geblieben wäre.[/b]
Es gab schon dieses Thema, aber es ist dann halt anders gekommen.
[b]Sie haben 31 Zweitligaspiele absolviert, kommen in einem Jahr
weitere hinzu?[/b]
Ich hoffe das natürlich, erst einmal wollen wir uns um gute Leistungen bemühen, dafür müssen wir eine prima Truppe werden.
Dann kann man versuchen, das Beste heraus zu holen.
[b]Die gestrige JHV bewies es wieder: RWE ist kein einfaches Pflaster,
vor allen Dingen nicht nach einem Abstieg, etwas anderes als
ein direkter Wiederaufstieg ist schwer zu verkaufen.[/b]
Das werden wir sehen, auf jeden Fall werden wir alles dran setzen.
Der Trainer hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass die Stimmung
an der Hafenstraße im Erfolgsfall supergeil ist. Wenn es nicht so gut läuft, können die Leute auch schnell sauer werden. Er sagte aber auch, dass die Fans genau registrieren, wenn man sich reinhängt.
[b]Der Altersdurchschnitt des Kaders liegt bei deutlich unter 25
Jahren: Problem, Chance oder Vorteil?[/b]
Ich denke, das ist eher ein Vorteil und eine Chance, alle Jungs sind
heiß, keiner ist dabei, der irgendwie satt ist. Dazu haben wir einen
guten Coach, der mit den jungen Akteuren sehr gut umgeht. Das ist
eine Truppe, die wirklich Gas geben will.
[b]Die Klasse wird brisant, kann es sein, dass Clubs sich finanziell
übernehmen, um sich für die neue dritte Klasse zu qualifizieren?[/b]
Alle Vereine wollen natürlich gerade da rein. Logisch, jetzt investierenalle.
[b]Wieviele Kollegen waren Ihnen vorab aus dem fast runderneuerten
Kader bekannt?[/b]
Tim Gorschlüter aus gemeinsamer Ahlener Zeit, dazu noch Ferhat
Kiskanc aus Köln. Den Rest der Jungs lernt man aber schnell kennen.
Der bisherige Eindruck ist super, im Training ist viel Spaß dabei,
die Stimmung ist prima.
[b]Heiko Bonan sagte deutlich, er geht nicht in den Wald. Hält er
sein Wort?[/b]
Bis jetzt macht er das. Es ist immer wieder eine Übung dabei, in
der der Ball eine Rolle spielt. So ist das auch gut so, wir sind nun einmal Fußballer.
[b]
Sie stiegen einmal mit dem Kölner Unterbau in die Regionalliga
auf, wissen also, wie man einer Liga entkommt - oder?[/b]
Genau, der Sprung ist ja egal, hauptsache hoch. Wir gehen das an.
[color=R]og[/color]
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| Rund um die Hafenstraße [Archiv 2005 - Juni 2010] |
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[b]Rolf Hempelmann erläuterte die andere Wahrheit Boss brach Köstner-Schweigen[/b]
Essen (RS). [b]Schweigen gebrochen.[/b]
Die Personalie Lorenz-Günther Köstner wühlte den Club bekanntlich
mächtig auf, die Verantwortlichen sprachen nie offiziell, von dieser Route wich Präsident Rolf Hempelmann auf der JHV ab. „Wir holten einen Fachmann für die damalige Lage, wir hätten vorher vielleicht in Erfahrung bringen müssen, dass er kein Teamplayer ist.“ An die medial platzierten Bissigkeiten erinnern sich die Bosse nur zu ungern.
(Über RWE berichtet Oliver Gerulat)
Auch wenn Hempelmann zugab:
„Die Ausbeute in der Rückrunde hatte die Verpflichtung gerechtfertigt.“ Auch wenn es, trotz stellenweise bewiesener Auswärtsstärke (Hempelmann: „Disziplin und Nadelstiche“), die aber durch nur einen Heimerfolg in der Rückrunde wieder relativiert wurde, den Bach runter ging. Hempelmann: „Deutlich sage ich, alle Winterpersonalien wurden vom Trainer und dem Sportlichen Leiter abgenickt, das war auch unsere Vorgabe.“ Und nachgeschickt. „Wenn Köstner in der Öffentlichkeit sagte, dass sei durch den Sportlichen Leiter alleine geschehen, ist das unsportlich, jemand wurde systematisch ins falsche Licht gesetzt.“ Der Rückrundenauftakt
war „nicht rund“, wie der SPD-Mann betont, „nicht unbedingt besser als die Ausbeute von Uwe Neuhaus.“ Logisch, dass danach „Nervosität aufkam, wir mussten ständig mit öffentlichen Äußerungen des Trainers rechnen.“ Die auch immer kamen. „Mir war zuviel ich dabei, kein wir“,
grimmt Hempelmann immer noch, „außerdem war das alles fernab jeder
Realität.“ Man entschied sich, weiter zusammen zu arbeiten. Nach der Schlappe in Jena versammelte Köstner die Truppe zum Essen, ermutigte das Team, auch untereinander zu reden, was geschah. „Am Donnerstag erhielt ich einen Anruf von Köstner, der mir sagte, einige im Team hätten gesagt, mit dem Trainer würde es nicht mehr gehen, er wollte Konsequenzen. Seine Quelle für diese Information wollte er nicht nennen.“ Alles, nachdem Köstner selbst zur kritischen Aufarbeitung im Kader aufrief. „Köstner wollte Namen“, erinnert sich Hempelmann. Das teilte der Fußball-Lehrer auch damals der Truppe auf dem Trainingsplatz mit, in einer Runde, zu der auch Hempelmann und Janßen gerufen wurden. Die Initiative kam aus der Mannschaft,nicht schon wieder den Trainer zu wechseln, dazu auch die Forderung, zuhause offensiver zu agieren.Was dann gegen Köln - wer erinnert sich nicht - umgesetzt wurde (5:0). Hempelmann: „Das stand hinter der damaligen Köstneraussage, nicht viel dazu beigetragen zu haben.“ Der Energiepolitikfachmann blickt zurück: „Die Entgleisungen gingen weiter.“ Die von Köstner! Alles gipfelnd in einem TVInterview kurz vor dem letzten Spiel beim MSV. Hempelmann: „Unsere Strategie war nicht falsch, aber nicht einfach, wir standen später auf einem Nichtabstiegsplatz.“Am vorletzten Spieltag immer noch. „Wir hatten es in der Hand. Haben uns bei Angriffen zurück gehalten, sonst hätte es einen Dauerschlagabtausch gegeben. Aber es ist jetzt unsere Verpflichtung, das auch einmal anzusprechen.“ Die Wahrheit darzustellen, die es neben der Wahrheit der Gegenpartei gibt. „Wir hatten Verletzungsausfälle, allerdings standen uns Akteure auch nicht zur Verfügung, weil sie keine Rückfahrkarte erhielten.“ Von Köstner! Hempelmann: „Ein Trainer ist auch Fußball-Lehrer, trotz des Ärgers bemühen wir uns um eine objektive Darstellung. Pauschale Urteile lasse ich nicht zu, aber auch keine Glorifizierungen, alles was ich erläutere, ist nur die Spitze eines Eisberges, dieser Trainer hatte sieben Monate das Wort. Es ist angemessen, vor der Mitgliedschaft unseren Standpunkt darzulegen.“
[i]Diesen Artikel hat der Hofberichterstatter des RS sicherlich , freudig erregt und mit feuchten Händen, besonders gerne geschrieben.[/i] :P:P
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Hier mal das RH Statement von gestern
(Quelle RS von heute)
Es schreibt OG:
[color=R]
Club-„Macher“ lieferten Vorbedingungen für Umsetzung
Regisseur:Rolf-Quentin Hempelcock
„Arena wird gebaut,dafür stehe ich“
Essen (RS). [/color]
Wie bringt man eine JHV nach einem Abstieg über die
Bühne - [b]man inszeniert sie![/b]
Rolf Hempelmann, Präsident, ist in dieser Hinsicht in einer Reihe mit den Regisseuren Quentin Tarantino und Alfred Hitchcock zu nennen. „Der Karren muss aus dem Dreck“, erklärt Hempelmann, „alles muss
aufgearbeitet werden, es gibt nicht nur einen Grund für den Abstieg,
das ist alles zu komplex.“ Hempelmann zeigte nicht nur eine beeindruckende Bühnenshow, er lieferte eine Analyse, sparte nichts aus, gab Fehler zu. Um eventuell wütende Anhänger ruhig zu stellen, bat man die neue Truppe mit Coach Heiko Bonan auf die Bühne, die Verpflichtung von Rolf-Christel Guié-Mien bis 2008 wurde verkündet („Es ist für mich eine Ehre, für RWE zu spielen“), dazu ließ der Chef immer wieder das Wort Stadion fallen, ein Stimulus, der jedes Mitglied offenbar bis ins Mark traf. Alles gesteigert bis zum Versprechen genau um 13.10 Uhr: „Die Arena wird gebaut, spätestens
am 30. Juni 2008 ist der erste Spatenstich, dafür stehe ich.“
Vielleicht schon vorab. Es geht um Wettbewerbsfähigkeit,
„die RWE in Liga zwei hatte.“ 217 Unternehmen standen an der
Club-Seite (5,2 Millionen Euro Sponsor-Geld), 13620 Fans kamen
im Schnitt, 720000 Euro Merchandise-Aufkommen verbucht. „Allerdings
blieb der Zuschauerertrag unter dem Schnitt, genau wie die TV-Beiträge.“ Ein ausverkauftes Haus bringt RWE knapp 110000
Euro, dem MSV fünfmal, Köln sogar zehnmal soviel. Immer wieder verwies „Hempi“ auf den gestrigen Samstag. „Wir benötigen dieses Stadion, sonst haben wir keine Perspektive, deshalb habe ich auch daran meinen Verbleib geknüpft. Mit schönen Reden können wir nichts anfangen, Lösungen sind wichtig.“ Und das schaffen von Vorbedingungen. So die ständige „Kapitalabsaugung“ in Richtung MK Medien (Michael Kölmel)zu verhindern. „Es besteht ein Vorvertrag“, erklärt Hempelmann. Die sieben Millionen Euro sind weiterhin
mit Rangrücktritten abgesichert, eine Verzinsung in Höhe von
drei Prozent gibt es, jährlich werden aber nicht mehr als 60000 Euro
abfließen, der Rest wird bei MK als Werbeleistung verbucht. Es gibt
keine Abgabeverpflichtung abseits des TV-Bereichs, die Abführung an
die Sportwerbegesellschaft wird auf Null zurückgeschraubt. Alles,
vor allen Dingen aus Bankensicht, eine wichtige Voraussetzung für die
Wirtschaftlichkeit der Arena. Eine Zurückzahlung an „MK“ erfolgt
erst nach Erreichung der Bundesliga, bzw. nach Fertigstellung des Stadions, das nicht mehr mit ehemals 36 sondern jetzt mit knapp
43 Millionen Euro veranschlagt wird (Baukosten- und Komforterhöhung).
„Das ist alles ein Quantensprung für uns“, freut sich Hempelmann.
Dazu kommt, dass Investoren, die schon länger generelle Zusagen
gaben, jetzt nicht mehr als Vorabbedingungen Liga zwei aufrufen.
Hempelmann: „In den Unternehmen macht man es zur eigenen Aufgabe.Wir gehen jetzt in die konkrete Gesprächsphase mit den Investoren.“
Der Rat der Stadt Essen lehnte zwar in der letzten Woche ab, die eigene Beteiligung am Bau von 7.4 Millionen auf über 13 Millionen
zu steigern, allerdings „will man die Arena“, wie Hempelmann
nach vielen Gesprächen betont, „auch Oberbürgermeister Dr. Wolfgang
Reiniger spricht in einem Brief an mich genau davon.“ Hempelmann
zitierte aus dieser Grußnote auf der JHV. Alles auch eine Frage der Beteiligung der Bezirksregierung, die als Kommunalaufsicht fungiert. Es geht um öffentliche Gelder und somit um Wirtschaftlichkeit.
„Alles ist besser, als so eine alte Hucke wie das Georg Melches Stadion permanent zu renovieren“, erklärt Hempelmann. Im Rahmen der Stadteinstellung sollte man die Verlängerung des Fernwärmevertrags (bis 2020) mit der STEAG berücksichtigen. Eine Millionen fließt jährlich ins Säckel, statt vielleicht frei aushandelbaren 15 Millionen Euro, die das Unternehmen woanders verwenden kann: Arena?
Der Präsident hat konkrete Vorstellungen:
Vier Tribünen heißt, es werden viermal Namensrechte vergeben, dazu auch die Betitelung des Stadions, das am Ende RWE gehören soll. Hempelmann: „Die Finanzierung wird in den nächsten Monaten stehen.“ Alles passt, für die Kulturhauptstadt 2010, in der 2011 die WM der Frauen stattfinden soll, wobei in dem Stadion auch der zukünftige
Deutsche Frauenmeister SG Schönebeck (so der Plan) aufläuft.
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| Rund um die Hafenstraße [Archiv 2005 - Juni 2010] |
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[quote=Seemann]
Ist ja ganz einfach als Regionalligist einen Bundesligisten auszuschalten. Und wenn es dann nicht klappt, dann suchen wir den Schuldigem. [b]Das ist dann wieder der [u]Trainer[/u] oder der [u]sportliche Leiter[/u][/b]. Hört doch mal auf mit den dummen Sprüchen.
Dat gibst doch gar nicht:@
das soll noch Zufall sein?????
Jedenfalls kann man ne Runde weiter kommen
[/quote]
[/quote]
Der Trainer jetzt erst einmal nicht! :P:P:P:P:P:P:P:P:P:P:P
(Vorsicht Ironie! )
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| Rund um die Hafenstraße [Archiv 2005 - Juni 2010] |
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[quote=wolf]
ronaldo ist ein mafioso, wie konnte er das vorher wissen mit cottbus???
[/quote]
Solche Dinge kann man halt nicht lernen! Das hat man!:P:P:P:P:P
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| Rund um die Hafenstraße [Archiv 2005 - Juni 2010] |
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Und so lautet die Pokalpaarung für das erste Pokalspiel der Saison 2007 / 2008:
[color=R][b][size=XL]Rot-Weiss Essen[/size][/b][/color] - [b][size=L]Energie Cottbus[/size][/b]
Die hauen wir weg!
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