Warum es sich lohnt, auch nach hinten hinaus noch zu experimentieren und nicht schon Weihnachten zu feiern: das erklärt dieser erste Rückrundenspieltag.
Die einen spielen ruhig auch mal besoffen, die anderen wiederum dürfen nicht. Und bei manchen Ergebnissen meint man, selber zu tief ins Glas geschaut zu haben.
Und wieder einmal hadern die Trainer allerorten. Die einen mit ihrem Schicksal, die anderen mit den Göttern und einige wenige sogar mit den Spielern selbst.
Wir verzeichnen nach dem Wochenende einen Sieg im Mini-Derby, eine Tabellenführung ohne Training und natürlich immer und überall Unzufriedenheit mit den Schiris.
Es gibt sie also doch noch, die Klassengesellschaft: ihre mühsam erschaffenen Grenzen weichen zwar zusehends auf, aber einige stemmen sich noch immer dagegen.
Die Mülheimer Hallen-Stadtmeisterschaften stecken in einer tiefen Krise. Am Ende der Auslosung am Freitagabend standen vier Boykotte und ein Rausschmiss.
Erneut gab es einen kniffligen Spielabbruch, diesmal seit Langem nochmal bei einer Croatia-Partie. Und bei Dersimspor steht der Rückzug des Reserveteams bevor.
Beim 7:3-Sieg des VfvB Ruhrort-Laar traf Andre Völkner von Taxi Duisburg gleich zweifach ins eigene Netz. Meiderich und Hagenshof feierten weitere Schützenfeste.
Auch ein Kreisliga-Schiedsrichter hat es nicht leicht: Er wird vielleicht nicht ständig von 80 000 Zuschauern beleidigt, dafür aber gerne mal von Spielern.
Manche Teams haben auch nach vier Spieltagen noch kein Mittel gefunden, die Stärken besser zur Geltung zu bringen als die Schwächen. Dabei wird es langsam Zeit.
Was tun, wenn es nicht läuft wie geplant? Oder wenn es sogar besser läuft? Da hat jeder so seine eigene Strategie, die eine oder andere findet sich hier.