Am Donnerstagabend gastierte der ehemalige Bundesligist Wattenscheid 09 bei Kreisliga A-Tabellenführer Union Frintrop. Bei starkem Regen setzte sich der Verbandsligist souverän mit 5:1 durch.
Für die SG Wattenscheid steht heute Abend das zweite Testspiel innerhalb von nur 24 Stunden auf dem Programm. Die Helmig-Elf gastiert um 19 Uhr bei Union Frintrop, derzeit Tabellenführer der Essener Kreisliga A.
Jascha Keller, Abwehrchef und Kapitän der Verbandsligamannschaft, hat seinen Vertrag an der Lohrheide vorzeitig um weitere zwei Jahre verlängert. Der Abwehrrecke stammt aus dem eigenen Nachwuchs und spielt bereits seit sieben Jahren im Dress der Schwarz-weißen.
SG-Trainer Dirk Helmig hatte beim Trainings-Aufgalopp noch nicht alle Schäfchen beisammen. "Christian Luvuezo ist wegen seiner Knie-Probleme noch in der Reha, wir erwarten ihn Ende nächster Woche", erklärt der Ex-Profi. Maxi Schreier (Kreuzbandriss) ist noch kein Thema, Serkan Gündogan sowie Mo Abdulai beenden absprachegemäß am Montag ihren Urlaub.
Mit seinen 19 Jahren zählt Youssef Yesilmen noch zu den ganz jungen Spielern im Kader der SG Wattenscheid 09. Trotzdem eroberte sich der frühere Zweckeler seinen Platz auf der linken Seite, bestach durch Zweikampfstärke, Frechheit, den nötigen Biss und mutige Aktionen nach vorne. "Mein Ziel war es vor dem Saisonstart, mich in die Mannschaft reinzukämpfen, alles zu geben und eine feste Position zu sichern.
Die Landesligisten VfB Günnigfeld, RW Leithe, SW Südfeldmark und Verbandsliga-Spitzenreiter Wattenscheid 09 - klangvolle Namen im Kampf um die drei heiß begehrten Startplätze zu den Bochumer Hallenstadtmeisterschaften. Doch nur zwei der vier Favoriten aus dem Bochumer West-Bezirk qualifizierten sich für die Endrunde in der Bochumer Rundsporthalle. Als Sieger verließ der VfB Günnigfeld das Parkett im Wattenscheider Stadtteil Westenfeld.
Irgendwie kurios. Farat Toku, Sommer-Nachverpflichtung der SG Wattenscheid 09, hängt momentan zumindest etwas im luftleeren Raum. "Ich habe einen Vertrag bis zum Winter unterschrieben, der ist inzwischen ausgelaufen. Es gibt ein paar Anfragen von anderen Vereinen, aber wenn es nach mir geht, kommt ein Wechsel nicht in Frage. Ich möchte das Ding mit Wattenscheid durchziehen", sagt der Allrounder.
Auch zum Jahreswechsel steht "König Fußball" ganz oben auf der Liste von Carsten Schmitt. Wattenscheids Co-Trainer sah sich am Samstag ein A-Jugend-Turnier in Neu-Beckum an, heute will er bei den Stadtmeisterschaften in Essen oder Witten vorbeischauen. "Ein bisschen Smalltalk halten, Infos austauschen, vielleicht den einen oder anderen Tipp holen", verbindet Schmitt das Angenehme mit dem Nützlichen.
Für Philipp Kunz war das Jahr 2007 eine Achterbahnfahrt. Erst schaffte der Torwart das Kunststück, im Kasten am inzwischen abgewanderten Routinier Senad Hecimovic vorbeizukommen, dann machte er durch gute Leistungen auf sich aufmerksam.
Doch im April wurde der positive Lauf jäh gestoppt: Knieverletzung im Training! Kunz:
Nur ein paar Monate ist es her, da steckte die SG Wattenscheid 09 bis zur Nasenspitze im existenziellen Sumpf. Ex-Präsident Professor Dr. Rüdiger Knaup schaffte es in letzter Sekunde, den rettenden Ast zu ergreifen und den ehemaligen Bundesligisten vor der Insolvenz zu bewahren. Die Gläubiger verzichteten auf eine hohe sechsstellige Summe, ein Neuanfang wurde gestartet, durch Spenden, Einsammeln diverser Gönner-Beträge und eingebrachten Mitteln aus der Chefetage kamen alleine über 700.000 Euro zusammen.
"Was lange währt, wird endlich gut" - mit diesen Worten eröffnete Klaus Retsch, Leiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Bochum, das heutige Pressegespräch im Jugendheim der SG Wattenscheid 09 an der Berliner Straße. Der Startschuss ist gefallen, am 21. Januar beginnen die Arbeiten am Geläuf.