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S04: (Zweck-) Optimismus
Zuversicht vor dem Endspiel in Freiburg

(3) Kommentare

Schalke steht sich mal wieder selbst im Weg. Statt das erklärte Ziel im letzten Heimspiel der Saison klar zu machen, geht nun das Zittern vor Freiburg los.

Es hätte eine perfekte Schalker Woche werden können. Erst die umjubelte Vertragsverlängerung von Julian Draxler bis 2018, die ein starkes königsblaues Signal an die Konkurrenz sendete: Seht her, wir können diesen Top-Spieler, den alle haben wollen, halten!

Dann endlich der Schlussstrich unter diese unsägliche Trainerposse, bei der Schalke mal wieder das alte Bild vom chaotischen Volkstheater abzugeben drohte. Es fehlte nur noch der sportlich gelungene Abschluss, ein einfacher Sieg gegen eine Mannschaft, für die es in der Bundesliga um nichts mehr geht.

Doch was wäre Schalke ohne seinen fatalen Hang zum Scheitern? Den gegnerischen Fans würde ein Kurvenklassiker ausgehen, nämlich der mit der Schale und dem Leben lang. Die eigenen Anhänger müssten auf ein Endspiel ihrer Mannschaft verzichten und hätten seit Samstag nichts mehr zu tun als darüber nachzudenken, wem sie bei dem doch etwas größeren deutschen Finale in knapp zwei Wochen weniger den Sieg gönnen.

Der Kapitän spricht:
Benedikt Höwedes gibt sich vor dem Saisonendspiel in Freiburg zuversichtlich. „Ich glaube an die Mannschaft, auch wenn wir das gegen Stuttgart nicht unter Beweis stellen konnten“, sagt der Kapitän. „Mit einem Sieg in Freiburg können wir Platz vier trotzdem noch erreichen. Es wird natürlich sehr schwierig. Aber wir sind in den vergangenen Wochen eigentlich immer gut mit dem Druck umgegangen, der ständig auf uns lastete. Wir werden das schaffen!“

Ja, es ist typisch Schalke, es sich dann besonders schwer zu machen, wenn alles doch so einfach scheint. „Wir wollten das Endspiel unbedingt vermeiden, aber wir waren körperlich und vor allem vom Kopf her nicht dazu in der Lage, es schon vorzeitig klar zu machen“, staunte Manager Horst Heldt nach dem 1:2 gegen den VfB.


Es war der 21. Mai 2005, als der FC Schalke ebenfalls am letzten Spieltag beim SC Freiburg antreten musste. Auch damals ging es für die Gelsenkirchener ums Erreichen der Champions League, der Gegner war allerdings bereits abgestiegen. Diesmal ist es ein direktes Duell um Platz vier und somit die Playoffs zur Königsklasse.

Wenn alle Schalker so sachlich und fokussiert wären, wie Keller, müsste man sich wohl keine allzu großen Sorgen um diesen launischen FC Schalke machen. „Wenn uns im Januar jemand gesagt hätte, dass wir in Freiburg ein Endspiel um Platz vier haben würden, hätten wohl alle ‚Hurra!‘ geschrien“, sagte der S04-Coach und betonte: „Ich hätte gerne den Deckel drauf gemacht, dann wäre es ein perfektes Wochenende gewesen. Aber die Mannschaft ist nach Niederlagen immer wieder zurück gekommen. also machen wir es am nächsten Samstag klar.“

Er sagt das ohne einen Hauch von Zweckoptimismus oder in Verkennung der Tatsachen. Seine Spieler sind ja tatsächlich immer wieder für Überraschungen gut, auch positive. Marcelo Bordon war es vor acht Jahren, der Schalke mit zwei Treffern beim 3:2-Sieg Rang zwei und damals den direkten Einzug in die Champions League bescherte.

Diesmal reicht ein Unentschieden in Freiburg, es sei denn, Eintracht Frankfurt gewinnt parallel mit vier oder mehr Toren Unterschied gegen Wolfsburg. „Wir haben einen großen Elfmeter vergeben, es aber immer noch selbst in der Hand. Jetzt müssen wir bei der Vorbereitung auf Freiburg in die Trickkiste greifen“, kündigte Heldt an.

(3) Kommentare

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • mr_president 14.05.2013 10:04 Uhr
    Zitat RS:
    „Dann endlich der Schlussstrich unter diese unsägliche Trainerposse, bei der Schalke mal wieder das alte Bild vom chaotischen Volkstheater abzugeben drohte.”

    Klar, die Presse macht sich die Welt wieder mal, wie sie ihr gefällt – erst ist Keller die absolute „Oberpfeife”, der sich wohl kaum bis Saisonende halten wird und Schalke sollte sich schnellstens nach einem brauchbaren Trainer umschauen. Dann macht dieser Mann doch gute Arbeit, aber das Management wartet (völlig zu Recht) die Entwicklung ab – dann ist es natürlich völlig chaotisch… Traurig
    Am besten sollte es der Verein immer genauso machen, wie die Presse es möchte, oder… ???
  • Monostatos 14.05.2013 11:34 Uhr
    Dass S04 jetzt in Freiburg (!) um die CL-Quali bangen muss, zeigt einmal mehr, dass die Mannschaft mit dem BVB auf Augenhöhe ist, nicht wahr, Herr Tönnies? Auf Augenhöhe mit dem BVB ist auf Schalke eventuell Ihr Tribünenplatz, das war´s aber auch schon!
  • Blue 14.05.2013 16:11 Uhr
    Schon richtig Monostatos, wer zweimal das Derby in dieser Saison gewinnt, ist nicht auf Augenhöhe, sondern klar die bessere Mannschaft...........nur der S04.

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